Bauma in München eröffnet

Die größte Messe der Welt hat ihre Tore in München geöffnet: Am Montag gaben Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Messechef Klaus Dittrich den Startschuss für die Bauma 2019, Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte.

11. April 2019
Bauma in München eröffnet
Gigantische Baumaschinen können auf der Bauma bestaunt werden. (Bild: Messe München)

Altmaier adelte die Bauma mit den Worten: »Diese Messe ist ein Aushängeschild für Deutschland«. Der Bundeswirtschaftsminister ging in seiner Rede auf den angespannten Wohnungsmarkt in Deutschland ein: »Wir müssen die Zahl der Wohnungen in den kommenden Jahren um mindestens die Hälfte steigern«. Dazu werde die Bundesregierung in den nächsten Jahren bis zu zehn Milliarden Euro mehr investieren, in den sozialen Wohnungsbau, den privaten Mietwohnungsbau und das Baukindergeld. Die Baumaschinenbranche, die sich in den kommenden sieben Tagen auf der Bauma präsentiert, sei eine wichtige Stütze bei diesem Vorhaben.

Söder teilt Altmaiers Begeisterung. »Die Bauma ist die größte Messe der Welt. Hochinnovative und imposante Baumaschinen aus der ganzen Welt zeigen den Fortschritt der Baubranche, die neuesten Maschinen arbeiten sogar vollelektronisch und emissionsfrei. Die Baubranche ist der Indikator für unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit«, sagte der Ministerpräsident. Als kleiner Junge sei er bereits von seinem Vater auf die Bauma mitgenommen worden: »Auch für mich privat ist der Bauma-Besuch daher immer ein absoluter Höhepunkt«.

Als Schlüsselfaktoren für die Zukunft der Branche bezeichnete Söder die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, das intelligente Bauen mit Hilfe digitaler Planung sowie ein vernünftiges Management von Flächenschonung und Baugewinnung.

Bauma nochmals gewachsen

Die größte Messe der Welt bricht in diesem Jahr alle Rekorde. Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: »Mit ihrer Fläche von 614.000 Quadratmetern ist die Bauma in diesem Jahr noch einmal größer geworden. 3.700 Aussteller aus rund 60 Ländern zeigen ihre Innovationen bei uns in München. Die Besucher reisen aus über 200 Ländern an«.

Auch die aktuelle Debatte um die Enteignung von Wohnungsbaukonzernen kam bei der Eröffnung zur Sprache. Beide Minister waren sich einig: Enteignungen sind der falsche Weg, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Söder sprach von einer »sozialistischen Idee, die nicht funktionieren kann«.

Die Bauma endet am 14. April mit dem vom VDMA initiierten, traditionellen »Abhupen« aller Baumaschinen.