Bedienkomfort zählt

Drucksensoren - Drucksensoren erfassen hydraulischen oder pneumatischen Druck. Über Ausgangssignale erhalten übergeordnete Steuerungen diesen Wert. Die Parameter der Schalt- und Analog-Ausgänge werden eingestellt und konfiguriert. Die Programmierung und Montage der Sensoren sollte so einfach wie möglich sein.

15. November 2005

Der Gas- oder Flüssigkeitsdruck gilt als Schlüsselgröße beim Betrieb vieler Maschinen und Anlagen. Während in der Prozessautomatisierung meist die Höhe des Drucks als Analogwert an die Steuerung übermittelt wird, ist im Maschinenbaus in den meisten Fällen nur von Interesse, ob ein bestimmter Grenzwert überschritten wird. Die geforderte Schaltpunktgenauigkeit von Drucksensoren in dieser Branche liegt üblicherweise im Bereich einiger Prozent vom Endwert. Ein Sensoren mit einer verbesserten Genauigkeit kann einen weiteren Messbereich bei ausreichender Genauigkeit abdecken. Die dabei erzielte Variantenreduzierung hilft Kosten zu sparen. Die Montage muss einfach und schnell und möglichst ohne zusätzliche Montageadapter erfolgen können. Von Vorteil ist ein variables Gerät, das entsprechend der unterschiedlichen Position des Druckanschlusses in der Maschine sowohl von vorne als auch von oben ablesbar ist.

Sensor soll gut sichtbar sein

Zusätzlich zu ihrer Funktion als Schalter ersetzen Drucksensoren oftmals ein Manometer, sie müssen also gut sichtbar und mit ausreichender Genauigkeit den momentan anliegenden Druck anzeigen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Gestaltung eines Drucksensors ist die leichte Bedienbarkeit. Er muss einfach und möglichst ohne Werkzeug zu bedienen sein, eine Fehlbedienung sollte ausgeschlossen sein. Bei all diesen Anforderungen setzen die neuen Drucksensorfamilien 400 und 500 von Turck Maßstäbe.

Die Drucksensoren der Baureihen 400 und 500 von Turck decken alle im Maschinenbau wichtigen Druckbereiche von -?1 ... 0 bar bis zu 0 ... 400 bar ab. Der Druck kann wahlweise in bar, psi, kPa oder MPa programmiert und angezeigt werden. Ein patentiertes Medien-Stop-System versiegelt den Sensor im Fall einer Beschädigung der Druckzelle bei hohem Überdruck und verhindert ein Leck in der Maschine. Die Schaltpunktgenauigkeit der Geräte beträgt 0,5 % vom Endwert. Wenn ein Sensor nur bis zur Hälfte seines Nenndrucks eingesetzt wird, arbeitet er bezogen auf den genutzten Bereich immer noch mit einer Genauigkeit von 1 %. Im Maschinenbau ist das ausreichend. Die Anzahl der verschiedenen Typen lässt sich damit deutlich reduzieren. Die Sensoren verfügen entweder über zwei Transistor-Schaltausgänge oder über einen Schalt- und einen Analogausgang. Bei einem Durchmesser von nur 34 mm lassen sich die kompakten Sensoren problemlos im Rastermaß von 40 mm (Mitte-Mitte) montieren. Die um 45° geneigte Anzeige erlaubt die Montage oben oder vorn am Druckführenden Behälter. Da die Anzeige aus einer bestimmten Richtung ablesbar sein muss, werden im Normalfall Montagehilfen benötigt, um den Sensor vor dem Fixieren noch zu drehen. Bei der Bauform 500 ist diese Funktion im Sensor integriert. Nach dem Festdrehen des Druckanschlusses lässt sich der Sensor frei drehen, bis die gewünschte Position erreicht ist. Danach wird das Gerät mit einer zweiten Mutter fixiert. Die Sensoren der Baureihen 400 und 500 verfügen über eine vierstellige Siebensegmentanzeige, die im Betriebsmodus den Druck anzeigt und den Anwender bei der Programmierung des Sensors unterstützt. Die große LED-Anzeige ist auch bei schlechten Lichtverhältnissen aus größerer Entfernung noch fehlerfrei zu erfassen. Um die Werte auch dann ablesen zu können, wenn der Sensor waagrecht montiert ist, kann die Leserichtung der Anzeige um 180° gedreht werden. Eine Reihe von LEDs zeigt permanent die gewählte Druckeinheit sowie den Zustand der Schaltausgänge an.

Sensoren schnell eingestellt

Einer der wichtigsten Aspekte bei der Auswahl eines programmierbaren Drucksensors ist die Bedienerfreundlichkeit beim Programmieren. Einstellen lassen sich die Werte für Hin- und Rückschaltpunkte, Ausgangsfunktion, Analogbereiche und eine Vielzahl von Sonderfunktionen wie Schaltverzögerungen, Drehung der Anzeigerichtung oder Druckspitzenspeicher. Die Sensoren der Baureihen 400 und 500 sind zu diesem Zweck mit drei Drucktastern ausgestattet. Die beiden Taster Mode und Set, mit deren Hilfe man die verschiedenen Parameter auswählen und einstellen kann, lassen sich ohne Werkzeug mit dem Finger bedienen. Zur komfortableren Bedienung lassen sich die Werte dabei nach oben und nach unten scrollen. Wenn der Sensor einen eingestellten Wert abspeichern und damit die Programmierung ändern soll, muss die Taste Enter gedrückt werden. Diese ist versenkt montiert und nur mit einem einfachen Werkzeug, wie einem Kugelschreiber, zu betätigen. So lange der Bediener kein Werkzeug benutzt, kann er sich alle Werte bequem anschauen und nach Überwinden eines Zeitschlosses auch verändern, muss aber nicht befürchten, versehentlich die Programmierung zu ändern. Erst der Griff zum Werkzeug versetzt den Bediener in die Lage, die Sensoreinstellung dauerhaft zu modifizieren.

Klaus Ebinger, Turck

Erschienen in Ausgabe: 08/2005