Berührungslos, kontaktlos oder potentiometrisch

Die SPS/IPC/DRIVES 2013 bietet Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Messprinzipien zu informieren. Auf dem Messestand von Novotechnik reicht die Palette der Produkte von kontaktlosen Sensoren unterschiedlicher Funktionsprinzipien bis zur Potentiometer-Technik, die es mit integrierter Auswerteelektronik gibt.

25. Oktober 2013

Auf die Nachfrage nach möglichst flachen Winkelaufnehmern hat Novotechnik mit der Entwicklung der berührungslosen Baureihe RFD-4000 reagiert (Bild 1). Die Sensoren arbeiten berührungslos nach dem Hall-Prinzip und sind mechanisch und elektrisch kompatibel zum Vorgängermodell RFA. Der Messbereich beträgt 360 Grad, die Auflösung 12 Bit und die unabhängige Linearität ±0,5 Prozent. Zur Auswahl stehen einkanalige, teil- oder vollredundante Ausführungen. Das Gehäuse ist mit 7 Millimetern Höhe flach. Es besteht aus einem widerstandsfähigen Thermoplast; eingespritzte Messinghülsen verstärken die beiden Anschraubpunkte (Lochabstand 31 Millimeter). Der passende Positionsgeber beansprucht mit 22,2 Millimetern Durchmesser und 5,6 Millimetern Höhe ebenfalls wenig Einbauplatz. Werkstoff ist ein Thermoplast mit eingespritzten Messinghülsen. Ein seitlicher Versatz bei der Montage von bis zu ±1,5 Millimetern beeinträchtigt die Messergebnisse nicht, außerdem ist die dem Sensor zugewandte Seite eindeutig beschriftet, was den Einbau ebenfalls vereinfacht.

Das technische Highlight unter den robusten Winkelaufnehmern sind die kontaktlosen Winkelsensoren der Baureihen RSX-7900 und RFX-6900 (Bild 2), die für harte Umgebungsbedingungen gerüstet sind. Dank widerstandsfähigem Metallgehäuse und vergossener Elektronik erfüllen sie die Anforderungen der Schutzart IP67 beziehungsweise IP6k9k und eignen sich für mobile Anwendungen mit hohen EMV-Anforderungen. Bei der Variante RSX-7900 ermöglicht eine Welle mit 13 Millimetern Durchmesser die direkte Anlenkung über einen starken Hebel oder Mitnehmer. Die Heavy-Duty-Sensoren werden für Erfassungsbereiche bis 360 Grad angeboten, mechanisch sind sie voll durchdrehbar.

Mit der neuen Wegaufnehmer-Baureihe TE1 hat Novotechnik eine Alternative zu der T-Serie entwickelt (Bild 3). Die auf dem potentiometrischen Messverfahren basierenden Sensoren können mit einer 24-V-Spannungsquelle versorgt werden. Die integrierte Elektronik liefert direkt ein absolutes Spannungs- oder Stromsignal am Ausgang.

Die Bauform mit der beidseitig gelagerten Schubstange und die Ankopplung via Kugelkupplung beim Wegaufnehmer beziehungsweise Tastspitze beim Wegtaster mit integrierter Rückstellfeder wurden von der T-Serie übernommen. Als elektrische Schnittstelle ist ein Spannungs- oder Stromausgang mit steigender oder fallender Kennlinie möglich. Die Schutzart liegt bei IP40. Als elektrischer Anschluss kann zwischen einem 3-adrigen, geschirmten Kabel oder einem 3-poligen Rundstecker M8x1 gewählt werden.

Eine weitere Neuentwicklung, die auf der Messe vorgestellt wird, ist der magnetostriktive Wegauf-nehmer der Baureihe TH1 (Bild 4) welcher eine Weiterentwicklung der Baureihe TMI mit op-timierten Daten ist. Der kontaktlose Aufnehmer, der nach dem NOVOSTRIKTIV-Verfahren arbeitet, wird in Messbereichen bis 4250 Millimetern angeboten. Er erfüllt die Anforderungen der Schutzart IP67/IP68. Die zulässige Betriebstemperatur beträgt minus 40 bis plus 85 Grad Celsius. Der Sensor arbeitet medienunabhängig und eignet sich für den direkten Einbau in Druckzylindern. Er hat nicht nur die Überwachung und Linearisierung der Messwerte bereits integriert, sondern verspricht ein hohes Maß an Sicherheit und Dynamik bei der Datenübertragung. Die Auflösung ist unabhängig von der Messlänge und beträgt einheitlich 0,001?Millimeter.