Besser als Rohre

Schwerpunkt Industrieelektronik

Kabelkanal – Der stetig wachsende Grad der Automatisierung in der Industrie führt zu immer mehr Verkabelung und verzweigten Kabelstrecken, welche sicher und flexibel verlegt werden müssen. Dabei verdrängt der Installationskanal PIK von Pflitsch zunehmend die üblichen Rohrinstallationen.

01. Juni 2017

Die Kabelinstallation in Rohren ist längst nicht mehr zeitgemäß. Denn muss eine Verkabelung nachträglich verändert werden, ist das Durchfädeln durch ein Rohr umständlich. Bei konfektionierten Kabeln muss der Anwender zudem meist größere Rohrquerschnitte verbauen. Der Pflitsch PIK-Kanal aus hochwertigem Stahlblech oder in Edelstahl-Qualität soll hier laut Hersteller eine Erfolg versprechende Alternative bieten. Korpus und Deckel bilden dabei ein verwindungssteifes und geschlossenes Kanalsystem, das sich auf der gesamten Streckenführung öffnen lässt. Spätere Modifikationen verlaufen unproblematisch, auch wenn die Kabel bereits mit Steckern oder Sensoren konfektioniert sind.

Merkmale wie der PIK-Kantenschutz am Kanalende und an den Ausbrüchen, der gratarm gefertigte Kanalkorpus sowie spezielle Winkelverbinder sorgen dafür, dass Kabelmäntel selbst im vibrierenden Umfeld nicht beschädigt und Glasfaser-Kabel im richtigen Winkel verlegt werden.

Mit zehn Querschnitten von 15 x 15 bis 200 x 60 Millimetern bietet der PIK-Kanal in jeder Applikation den Raum, um unterschiedliche Kabelvolumina sicher und wirtschaftlich zu führen.

Zuverlässige Verbindung

Winkel- und T-Stücke sowie Formteile ermöglichen eine geschlossene Kabelführung im X-Y-Z-Raum. Bei senkrechter oder Über-Kopf-Montage verhindern Kabelrückhalter aus Federstahl, dass eingelegte Leitungen aus dem geöffneten Kanal fallen. Trennwände ermöglichen beispielsweise die separate Verlegung von Kupfer- und Glasfaser-Leitungen. Dank der Verzahnungsverbinder, die im Kanal eingepresst oder verschraubt werden, ergibt sich eine zuverlässige Verbindung der Kanalkomponenten und ein sicherer Potenzialausgleich.

Bei der Befestigung erleichtern vorgestanzte, definierte Langlöcher das Ausrichten und Befestigen des Kanalkörpers. Über Halteklammern lässt sich der PIK noch einfacher montieren. In der Werkstatt vorgefertigte Kanalkonfigurationen werden am späteren Einbauort einfach und schnell eingeclipst. Für besondere Einsatzfälle hat Pflitsch auch ein Hochleistungsklebeband im Programm.

Der PIK-Kanal entspricht den aktuellen Sicherheitsanforderungen und EU-Normen und ist UL-zertifiziert. Über einen Verbinder lässt er sich mit dem Pflitsch-Industriekanal sicher kombinieren. Den PIK gibt es aus hochwertigem Stahlblech und oberflächenbehandelt, in verschiedenen Farben und in Edelstahl-Qualität 1.4301.

Hilfreiches Zubehör

Der PIK-Kabelkanal ist mit praktischen Werkzeugen, wirtschaftlichen Kleinmaschinen und einer bewährten Befestigungstechnik schnell konfiguriert und sauber montiert. Mit der Pflitsch-Ausklinkeinheit zum Beispiel lassen sich Ausbrüche schnell und problemlos realisieren und die elektrohydraulische Maxicut-Trennschere oder die handbetriebene PIK-Cut längen den Kanal gratarm und in Sekundenschnelle passend ab.

Außerdem will Pflitsch mit Deckelhebern, Stanzlochzangen oder Ausklinkwerkzeugen das Konfektionieren wesentlich erleichtern. Für Anwender mit einem höheren Konfektionsbedarf rechneten sich diese Bearbeitungswerkzeuge in kürzester Zeit.

Darüber hinaus lässt sich der PIK mit dem Easy-Route-Tool dreidimensional am CAD-Bildschirm einfach, schnell und sicher passend zur späteren Einbausituation in der Anlagenumgebung planen. Auf Basis der Daten konfektioniert Pflitsch auf Wunsch einbaufertige Kanalbaugruppen und liefert sie termingerecht. mk

Erschienen in Ausgabe: 05/2017