Besser modellieren mit HyperCAD

Open Mind erweitert das CAD-Modul in Hypermill 2014.2 um Solids

22. Januar 2015

Zum Release Hypermill 2014.2 hat Open Mind das CAD-System HyperCAD-S um ein Modul für Solids erweitert. Volumenmodelle lassen sich damit erzeugen und mit direkter Modellierung ändern. HyperCAD-S ist eine komplette Eigenentwicklung. Auch der CAD-Kern heißt nicht ACIS oder Parasolid, sondern wurde vom Unternehmen selbst entwickelt. "Das gibt uns die Möglichkeit, schnell auf Anforderungen des Marktes beziehungsweise auf Erfordernisse, die durch die Weiterentwicklung von HyperMill entstehen, zu reagieren“, sagt Wolfgang Weiß, Produktmanager CAD bei Open Mind.

Bisher hat HyperCAD-S mit Flächen gearbeitet, nun hat die Software eine Soliderweiterung erhalten. Flächen und Solids sind vollkommen durchgängig, beides sind Sichten auf das Volumenmodell. Da NC-Programmierer fast immer auf Basis von Fremddaten arbeiten, hat das CAD-System zahlreiche Importschnittstellen. Zur Auswahl stehen IGES, STEP, DXF/ DWG, Catia V4/V5, PTC Creo, SolidWorks und Siemens NX. Zudem lassen sich auch Punktewolken importieren.

Für die anschließende Bearbeitung kann der Benutzer einzelne Geometrieteile auswählen. Mit der neuen Version gibt es umfangreiche Auswahlmöglichkeiten für begrenzte Flächen, tangentiale Flächen, Fasen, Verrundungen, koaxiale Flächen, koplanare Flächen sowie für

optimierte Kettenauswahl. "Die Smart-Selector-Technologie ermöglicht ein sehr einfaches kombiniertes Auswählen von Flächenbereichen und Kurven. Der Anwender kann jetzt wesentlich schneller die benötigten Fräsbereiche für HyperMill auswählen und verwenden“, ist sich Wolfgang Weiß sicher.

CAM-Programmierer benötigen für die Volumenmodellierung Geometrien oder Features ohne Historie. Das ist immer dann sehr vorteilhaft, wenn es um die Bearbeitung von Fremddaten geht. Zum Verändern von Geometrien oder Flächen können Anwender in HyperCAD-S jetzt die direkte Modellierung nutzen. Die Modellgeometrie lässt sich direkt bearbeiten: einfach die gewünschten Features oder Flächen auswählen und durch Ziehen an den Griffen und Manipulatoren nach Belieben modifizieren. Das soll viel Bearbeitungszeit sparen, da der Nutzer keine parametrischen Abhängigkeiten beachten muss.

Das Erzeugen von Solids kann klassisch erfolgen durch lineares Extrudieren einer Kontur oder durch die Rotation einer Kontur. So können beispielsweise auch lineare Nuten oder Rotationsnuten entstehen.

Ferner gibt es als Basiselemente Bohrungen, Pattern (Muster), Verrundungen und Fasen (Bild). Anwender, die häufig mit gleichen, sich wiederholenden Features arbeiten, können dazu das neue Zonenfeature nutzen. Mit diesem lassen sich benutzerspezifische Features anlegen. Die Zonen können transformiert, kopiert gelöscht oder als benutzerdefinierte Auswahl gespeichert werden.