Bessere Belastbarkeit, Temperaturbeständigkeit, Langzeitbeständigkeit…

„Mit diesen Ventilatoren können wir der Umwelt jedes Jahr Tausende von Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Sein Unternehmen Ziehl-Abegg stellt einen bionischen Bio-Ventilator vor. Der neue Ventilator besteht aus Bio-Polyamiden, die auf Rizinusöl basieren.

16. Oktober 2013

Eingesetzt wird die Neuentwicklung beispielsweise in der Kältetechnik, in Heizungen, Wärmepumpen und zur Elektronikkühlung. Zum nachhaltigen Ansatz passt, dass der Ventilator zu 100 Prozent recycelbar ist. Obwohl der Kohlenstoffdioxid Fußabdruck deutlich minimiert wird, gibt es Vorteile für Geräteplaner: Der Ventilator hat eine höhere chemische Beständigkeit, weist eine bessere Kälteschlagzähigkeit auf und ist heißwasser- sowie dampfbeständiger.

Technisch birgt der bionische Bio-Ventilator neben dem Nutzen für die Umwelt mehrere Vorteile: wie etwa im Gegensatz zu Erdölprodukten eine geringe Wasseraufnahme und eine längere Lebensdauer sowie eine verbesserte Chemikalienbeständigkeit.

Die Hinterkante des Ventilatorflügels ist, orientiert an der Eule, gezackt. Doch nicht nur bei der Eule haben die Entwickler von Ziehl-Abegg hingeschaut: Geier, Adler und Störche stellen einzelne Federn auf, dadurch lösen sich an jeder Federspitze kleine Randwirbel ab, was den Widerstand des Flügels reduziert. Bei Ziehl-Abegg sind die Eulen-Ventilatorenflügel seit Jahren mit einem Knick am Rand ausgestattet.

Die Komposition mehrerer bionischer Merkmale in einem Ventilator senkt zudem den Energiever-brauch im laufenden Betrieb. Nachwachsende Rohstoffe tragen durch Substitution fossiler Rohstoffe zur Minderung von CO2-Emissionen bei. Der Ventilatorflügel besteht zu mehr als 60 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Sebazinsäure, welcher aus dem Öl der Rizinuspflanze gewonnen wird.

Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl: „Durch den Einsatz pflanzlicher Rohstoffe, welche der Umwelt in der Wachstumsphase bereits Kohlenstoffdioxid entzogen haben, ist die Kohlenstoffdioxid-Bilanz des Werkstoffes in Summe günstiger als bei Polymeren auf Basis fossiler Rohstoffe.“ Selbst wenn der gesamte Ventilatorflügel (inklusive Glasfaseranteil von 30 Prozent/GF 30) gesehen wird, beträgt die Kohlenstoffdioxid-Einsparung noch immer 40 Prozent.

Der Bio-Ventilator ist im Vergleich zu einem Produkt aus PA6 GF30 (fossile Basis) um 6 Prozent leich-ter. Einmal resultiert dies aus einer 5-prozentigen Dichte-Ersparnis und zum anderen aus einer um ein Prozent niedrigeren Feuchtigkeitsaufnahme (PA 6 GF 30: Dichte 1,36 und Feuchteaufnahme 2,1-2,3 Prozent dagegen Bio-Material mit GF30: Dichte 1,31 u. Feuchteaufnahme 1,2 Prozent.).

Für die Kunden bringt das neue Material zahlreiche Vorteile mit sich, d.h. die Einsatzmöglichkeiten für diesen Ventilator vergrößern sich.

• höhere chemische Beständigkeit (Spannungsrissbeständigkeit unter Einfluss aggressiver Chemikalien)

• heißwasser- u. dampfbeständiger (hohe Hydrolysebeständigkeit)

• nimmt 50Prozent weniger Feuchtigkeit auf

• dimensionsstabiler

• bessere Kälteschlagzähigkeit

• gutes Abrieb/Verschleißverhalten