Bestens integrieren

Spezial Sensor- und Messtechnik

IO-Link-Sensoren – IO-Link verbreitet sich immer weiter. Die Kommunikationsmethode findet sich darum auch in zwei neuen Produkten von Pepperl + Fuchs – Optosensoren für erhöhte Arbeitsabstände und kompakte RFID-Schreib-Leseköpfe.

12. Juni 2018

Es ist gut zehn Jahre her, dass IO-Link auf der Bildfläche erschienen ist. Es sollte ein einheitlicher Kommunikationsstandard für die Sensorik sein, der Inbetriebnahme und Maschinenabläufe vereinfachen sollte. Diese Ziele wurden klar erreicht und heutzutage sind alle wichtigen Sensor- und Automatisierungsanbieter mit im Boot. Dazu gehört auch Pepperl + Fuchs aus Mannheim. Das Unternehmen baut IO-Link längst verpflichtend in seine Produkte ein, die damit besser ihre jeweiligen Stärken ausspielen können. Dazu gehören auch die neuen optoelektronischen Sensoren R200 und R201, die in der zukunftsorientierten Produktarchitektur Applikationen mit größeren Arbeitsabständen erschließen sollen. Beide Serien bieten – wie bereits die kompakten R100, R101 und R103 – durchgängig alle optoelektronischen Funktionsprinzipien in einer befestigungsspezifischen und jetzt größeren Bauform.

Die Usability ist über alle Serien hinweg intuitiv und identisch. Dabei kommt vor allem die standardisierte IO-Link-Anbindung über aktuelle Smart-Sensor-Profile zum Tragen, die eine komfortable und sichere Sensorintegration gewährleistet.

Mit den Serien R100, R101 und R103 sowie den neuen R200- und R201-Sensoren reduziert sich für den Anwender nicht nur die Komplexität bei der Sensorwahl – er soll darüber hinaus von hoher Flexibilität in jeder Applikation und Montagesituation profitieren. Technologisch haben auch die neuen Serien die robuste Durabeam-Lasertechnologie und die hochpräzise Multi Pixel Technology (MPT) zur Distanzmessung mit an Bord. Die einheitliche Usability über alle Serien und Funktionsprinzipien hinweg sowie IO-Link erleichtern die Parametrierung der Sensoren bei der Inbetriebnahme sowie bei einem Wechsel des Funktionsprinzips oder auf eine andere Serie.

Gleiches Look-and-Feel

Die neuen Serien R200 und R201 bilden alle optoelektronischen Funktionsprinzipien bestehender Produktgruppen identisch ab: Dazu gehören Einweglichtschranken, Reflexionslichtschranken mit Polfilter oder zur Transparenterkennung, energetische Reflexionslichttaster, Taster mit Hintergrundausblendung und Vordergrundausblendung, messende Lichtschranken mit zwei Schaltpunkten und Distanzsensoren.

Alle Serien bieten ein intuitives und identisches Look-and-Feel bei der Parametrierung und damit eine einheitliche Usability: Das Parametrieren einer Einweglichtschranke, Reflexionslichtschranke oder eines Reflexionslichttasters der Serien R100, R101 oder R103 verläuft identisch wie bei den Bauformen R200 und R201.

Diese Eigenschaft gilt ebenfalls für Messgeräte mit mehreren Schaltpunkten oder Distanzsensoren. Ein Multiturn-Potenziometer und ein Drucktaster als Kombibedienelement mit drei LEDs zur Parametrier-, Status- und Diagnosevisualisierung gewährleisten die schnelle und einfache Einstellung der Sensoren.

Drei neue Köpfe

Die integrierte IO-Link Schnittstelle steht auch ganz klar im Zentrum von gleich drei neuen RFID-Schreib-Leseköpfen von Pepperl + Fuchs. Die Module in drei unterschiedlichen Gehäuseformen arbeiten im HF-Bereich gemäß ISO 15693 und sind genauso kompakt, robust und performant wie die bisherigen HF-Schreib-Leseköpfe und eignen sich somit auch zum Einsatz in rauer, industrieller Umgebung.

Damit will der Sensorspezialist sein RFID-Portfolio weiter konsequent in Richtung einfacher und flexibler Systemintegration ausbauen. Neben dem bisherigen Anschluss der Schreib-Leseköpfe an die bewährten Feldbusmodule der IdentControl-Familie unterstützen die neuen Produkte den schnellen, offenen und damit zukunftssicheren IO-Link Standard V1.1. Mit dem praktischen Easy-Modus steht eine einfache Inbetriebnahme nach dem Plug-and-Play-Prinzip ohne Programmieraufwand zur Verfügung – ideal für RFID-Einsteiger oder für einfache Identifikationsaufgaben. Die Verwendung eines Funktionsbausteins ist nicht notwendig, was die Implementierung vereinfacht.

Über die IO-Link-Schnittstelle lassen sich die neuen Schreib-Leseköpfe durch eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung schnell und einfach in Automatisierungsanlagen einbinden, und zwar an jeden beliebigen IO-Link-Master. In der Produktreihe der Feldbusmodule bietet Pepperl + Fuchs die dazu passenden Ethernet-IO-Module mit integriertem IO-Link-Master zur idealen Anbindung und durchgängigen Parametrierung an.

Zusätzlich zur Multiprotokollfähigkeit, die die klassisch-hierarchische Feldbusanbindung – also die Kommunikation zwischen der zentralen Steuerung und der Feldebene – unterstützt, liefert der integrierte Achtfach-IO-Link-Master der neuen Ethernet-IO-Module gleichzeitig die passende, Hierarchie übergreifende Konnektivität für Kommunikationsstrukturen, wie sie in der Umsetzung von Industrie 4.0 und in Sensorik-4.0-Anwendungen in der Smart Factory anzutreffen sind. Insgesamt können bis zu acht IO-Link-fähige RFID-Schreib-Leseköpfe angeschlossen werden.

Die neuen HF-Schreib-Leseköpfe stellen laut Hersteller eine besonders kosteneffiziente Produktfamilie dar, ohne Abstriche an der Qualität, die man von Pepperl + Fuchs erwarten kann. Durch den Anschluss von bis zu acht Köpfen ergeben sich sehr niedrige Kanalkosten für eine wirtschaftliche Gesamtlösung aus einer Hand. So sind sie zum Beispiel geeignet für Anwendungen in der Intralogistik, wenn eine große Anzahl an Identifikationspunkten benötigt wird. mk

Auf einen Blick

Optsensoren R200 und R201

• Neue Bauformen für größere Arbeitsabstände.

• Identisch zu R100, R101, R103: Jede Baureihe bietet in der definierten Montagesituation alle Funktionsprinzipien.

• Montagekompatibilität und Funktionsvielfalt mit durchgängig einheitlicher Usability.

• Durabeam-Lasertechnologie und Multi Pixel Technology (MPT).

• Sensorik 4.0 mit IO-Link – fit für die Smart Factory.

RFID-Schreib-Lesekopf

• Easy-Mode nach Plug-and-Play-Prinzip via IO-Link.

• Flexible Systemintegration durch Anbindung an nahezu alle Bussysteme und Steuerungen.

• Niedrige Kanalkosten für maximale Effizienz durch Anbindung von bis zu acht Schreib-Leseköpfen.

• Komplettsystem von Pepperl + Fuchs.

Erschienen in Ausgabe: 05/2018