Betriebssicher verbinden

Spezial

Verbindungstechnik – Normgerechte, eng gestufte Sicherheitselemente sind ein wichtiger Baustein des Tox-Systems aus Komponenten, Baugruppen, Subsystemen und Komplettlösungen.

16. September 2014

Mit der neuen Maschinenrichtlinie und neuen maßgeblichen Normen sowie der Einführung der höchsten Sicherheitsstufe »Performance Levele« ergaben sich für Hersteller von Produktionssystemen, die mit Presskraft und kombinierten Hub-Presskraft-Abläufen arbeiten, erhebliche Umstellungen. Mit einem CE-Schild allein war es nicht mehr getan.

Für Tox Pressotechnik aus Weingarten war diese Situation unkritisch, denn die Maschinen- und Betriebssicherheit genoss im Unternehmen schon immer einen hohen Stellenwert – samt konsequenter Umsetzung. So hat Tox als einer der ersten Pressenhersteller überhaupt mit Presstechnik versehene Handarbeitsplätze gemäß der höchsten Sicherheits-Kategorie 4 der EN 954-1 ausgerüstet und ausgeliefert.

Der aktuelle Normengeltungsbereich führte zu durchgängigen, eng abgestuften und sich ergänzenden Sicherheitskomponenten, sowohl bei antriebstechnischen Komponenten und Baugruppen, als auch bei Teilsystemen oder andockbaren Subsystemen und kompletten Produktionslösungen.

So gibt es für den pneumohydraulischen Antriebszylinder Tox-Kraftpaket die Haltebremse ZSL »Safety Lock«, die pneumatisch offengehalten wird und bei Druckabfall wirkt. Dabei nutzen die Ingenieure die Energie der absinkenden Last, um die Klemmkraft zu erzeugen. Diese wird aufgebaut, wenn sich der Arbeitskolben Richtung Last bewegt, wobei die selbstverstärkende Haftreibung dann die Fangbacken in die Klemmstellung zieht. Erhöht sich die Last weiter, bleibt die Kolbenstange lastunabhängig in der Klemmposition, solange die statische Haltekraft nicht überschritten wird. Das Lösen der einfach wirkenden Haltebremse geschieht durch Druckbeaufschlagung und durch Aufwärtsfahren der Kolbenstange.

Absinken verhindern

Für die alternativ einsetzbaren elektromechanischen Servoantriebe Tox-Electricdrive vom Typ EPMK gibt es ebenfalls eine Sicherheits-Haltebremse. Diese verhindert das Absinken des gewichtsbelasteten Arbeitskolbens – prinzipiell Grundvoraussetzung für Performance level e. Die Servoantriebe erzeugen Presskräfte bis 700 Kilonewton, wobei die Haltebremsen so ausgelegt sind, dass ihre Haltekraft mindestens fünf Prozent der jeweiligen Nennkraft beträgt. Dadurch ist eine hohe Lastreserve gegeben.

Dritter Baustein des Tox-Sicherheitskonzepts ist die Steuerungstechnik – von einfachen Sicherheitssteuerungen vom Typ STE bis zur komplexen SPS S7 mit individuell wählbaren Optionen. Die Sicherheitsschutzumhausung SU lässt sich als weitere Komponente bei Bedarf mit der Sicherheitsschutztür SUT kombinieren.

Platz für Zwiti

Die zumeist an drei Seiten einer Maschine, Vorrichtung oder Presse angebrachte Umhausung besteht in der Standardausführung aus einem stabilen Aluprofilrahmen, in dem das Wandmaterial aufgenommen und fixiert wird. Die offene Seite, also die Beladefront, lässt sich durch ein Lichtschrankensystem oder durch die Schutztür SUT sichern. Diese wird pneumatisch angetrieben und ist zur Integration in die Anlagensteuerung mit den erforderlichen Komponenten versehen.

Auf einen Blick

Sicherheit bei Tox

- Sicherheits-Haltebremsen für die pneumohydraulischen Antriebszylinder Tox-Kraftpaket und die elektromechanischen Servoantriebe Tox-Electric Drive, Sicherheitssteuerungen, Schutzumhausungen.

- Betriebssichere, zuverlässige Pressen und Produk-tionseinrichtungen mit hoher Funktionalität.

- Keine Schnittstellenabsprachen und Kompromisse.

Erschienen in Ausgabe: 07/2014