Blech für Brecher, Bagger und Co.

Rübsamen fertigt robuste Stahlformteile für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen

09. Juli 2010

Im Vergleich zu den Feinblechen, die im allgemeinen Automobilbau verwendet werden, fallen die stählernen Karosserie- und Gehäuse-Formteile für die Herstellung von Bau-, Land- oder Forstfahrzeugen einige Dimensionen dicker und stabiler aus. Und anders als im Pkw-Bereich mit seinen Großserien, sind im Segment der Nutzfahrzeuge und Baumaschinen heute vermehrt Kleinserien gefragt. Optimal eingestellt auf diese Anforderung ist der Blechteile-Zulieferer Helmut Rübsamen.

Sie heben Baugruben aus, wälzen Erdmassen oder wuchten Baumstämme, und nicht selten stammen ihre Motorhauben, Kabinengehäuse oder Anbauteile aus dem rheinlandpfälzischen Kurort Bad Marienberg. Hier nämlich hat das traditionsreiche Zuliefer-Unternehmen Helmut Rübsamen seinen Firmensitz. Und zu dessen Spezialgebieten gehört die Produktion einbaufertiger Stahlblechteile für die Nutzfahrzeug-Industrie. Es beliefert vor allem die Hersteller von Bau-, Land- und Forstmaschinen mit Formteilen für Backenbrecher, Kettenbagger, Mähdrescher, Traktoren, Muldenkipper oder Rückemaschinen.

Zwei Wege zum Umformteil

Um stählernes Halbzeug in hochwertige Formteile mit Wandstärken von bis zu 15 Millimetern zu verwandeln, nutzt Rübsamen seit jeher zwei Verfahren: Das Tiefziehen und das Metalldrücken. Tiefzieh-Formteile entstehen auf modernen Pressen meist in größeren Serien. Für kleinere und mittlere Losgrößen hingegen setzt das Unternehmen das Metalldrücken ein. Diese mitunter auch als Fließpressen bezeichnete Kaltumformtechnik arbeitet nicht nur sehr Material und Energie sparend, also ressourcenschonend, sondern kommt auch ohne komplexe Formwerkzeuge aus. Dadurch ist sie oft sehr wirtschaftlich – vor allem wenn aufgrund der wachsenden Modelldiversifizierung und Teilevielfalt nur geringe Stückzahlen gefordert sind! Grundsätzlich ist das Metalldrücken eine kostengünstige Verfahrensalternative zum Tiefziehen, Gießen oder auch Schweißen.