Bleibt cool bei Topspeed

Antriebsverstärker für hohe Drehzahl und Genauigkeit

11. März 2010

Für Werkzeugmaschinen im Hochgeschwindigkeitsbereich hat Sieb & Meyer den kompakten Antriebsverstärker SD2S entwickelt. Er ermöglicht den Antrieb von synchronen und asynchronen Motoren bis zu einer Drehzahl von 480.000 1/min. Im Fokus stand dabei eine möglichst geringe Motorerwärmung.

Als Spezialist für kundenspezifische Lösungen bietet das Lüneburger Unternehmen mit dem SD2S ein Produkt, das den besonderen Bedürfnissen in Hochgeschwindigkeitsapplikationen gerecht wird. Hochdrehende Motoren lassen nur eine geringe Motorerwärmung zu, da dies eine kritische Größe für sensible Motormaterialien, aber auch für die Bearbeitungsgüte ist. In Werkzeugmaschinen müssen das thermische Arbeiten und die daraus resultierende Materialausdehnung in der Dimensionierung der Systeme berücksichtigt werden. Durch den Einsatz des Antriebsverstärkers SD2S lassen sich hohe Drehzahlen realisieren, ohne dass empfindliche Motorkomponenten übererwärmt werden. Dank der geringen Motorerwärmung ist zudem die steifere Auslegung der Wellenlagerung aufgrund der weniger ausgeprägten Materialausdehnung im Lager möglich, was ein genaueres Arbeiten begünstigt.

Speziell für Schleifanwendungen überzeugt der SD2S durch weitere Features: In dem Gerät können bis zu 64 Parameter für unterschiedliche Spindeln vorgehalten werden. Über die Steckercodierung der jeweiligen Spindelaufsätze erkennt der Antriebsverstärker, welcher Aufsatz gefahren wird. Die integrierten Technologiefunktionen für die Anfunkerkennung erlauben ein sensibles Monitoring der Spindelbelastung auf Basis des Spindelstroms. Dies erhöht die Flexibilität von Schleifmaschinen maßgeblich.

Je nach Anwendung kann der Betrieb geberlos oder geberbehaftet mit Auswertung der am Markt gängigen Gebersysteme erfolgen. Für die Anbindung an die übergeordnete Steuerung stehen Lösungen für analoge Sollwertsignale (+/-10 V), RS232, USB, CAN-Bus und Profibus zur Verfügung. Mit der integrierten Anlaufsperre kann die Sicherheitskategorie 4 gemäß EN 61508 SIL 3 erreicht werden; dies minimiert die Systemkosten, da externe Schutzschaltungen reduziert werden können.