Busmodul statt Insel

Kompaktes Zone 1-Pneumatikmodul für Remote I/O-System von R. Stahl

10. Februar 2011

Der geringe Platzbedarf eines Steckmoduls macht die neue Pneumatik-Baugruppe DOMV für das Remote I/O-System IS1 von R. Stahl zu einer deutlich kompakteren Lösung als herkömmliche zusätzliche Ventilinseln. Das auf der BusRail aufgerastete Modul wird über das IS1-System versorgt und ist zudem direkt mit dem internen Daten- und Adressbus des Remote I/O-Systems verbunden.

Durch diese vollständige Integration ist für die Verdrahtung sowie Parametrierung und Überwachung des DOMV per IS1 kein zusätzlicher Aufwand mehr erforderlich. Auch dieses digitale Ausgangsmodul bietet die für das IS1-System üblichen anwenderfreundlichen Eigenschaften, so zum Beispiel die Möglichkeit, die Baugruppe unter Spannung in explosionsgefährdeten Bereichen auszutauschen.

Acht pneumatische Steuerkreise lassen sich am DOMV über 6 mm-Steckanschlüsse anbinden. Als Medium sollte Druckluft bzw. ein neutrales Gas verwendet werden, wobei ein 5 µm-Filter empfohlen wird. Das Modul kann im Druckbereich von 2,5 bis 7 bar betrieben werden. Die internen 3/2-Wege-Ventile werden elektronisch angesprochen und in ihrer Ansteuerung auf Drahtbruch überwacht - auch, wenn ein Pilotventil drucklos geschaltet ist.

Mit den Ventilen sind bis zu ca. 1000 Schaltzyklen pro Minute (cpm) erreichbar. Die Sicherheitsstellung bei Kommunikationsfehlern lässt sich frei konfigurieren: möglich sind „Ein“, „Aus“ oder das Halten des letzten Zustands. Zusätzlich steht eine „Anlagen-Aus“-Funktion zur kompletten Abschaltung der Ausgänge zur Verfügung. Das DOMV ist ein eigensicheres elektrisches Betriebsmittel der Schutzart Ex ib und eignet sich zur Installation in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1 und 2.