CAD-Daten für alle(s)

Microsoft übernimmt mit Donya Labs einen Spezialisten für 3D-Daten. Dessen Middleware Simplygon kann detaillierte 3D-Modelle automatisch für unterschiedliche Displays aufbereiten.

10. Februar 2017

Microsoft hat die 2006 gegründeten Donya Labs übernommen. Das schwedische Unternehmen entwickelt die Software Simplygon, die von namhaften Spieleentwicklern verwendet wird, um die Spielinhalte an die verschiedene Hardware anzupassen. Die Software eignet sich aber auch für Anwendungen wie Augmented Reality und Produktvisualisierung. Microsoft will die Software im Rahmen der Strategie "3D For Everyone" nutzen, die das Generieren und Darstellen von 3D-Inhalten erleichtern soll.

Als Ausgangsmaterial von Simplygon können CAD-Modelle, 3D-Scans oder Modelle von "Content-Creation-Systemen" wie 3ds Max oder Motion Builder dienen. Die werden von der Software automatisch tesseliert und zusammen mit anderen Methoden für die Skalierung optimiert. Die Ausgabe wird dann an die Möglichkeiten der Hardware angepasst, also das "Level of Detail" für weniger hoch auflösende Displays, einfachere Hardware oder größeren Betrachtungsabstand reduziert. Für die Entwickler von Spielen oder anderen Anwendungen kann die Verwendung einer solchen Software erheblich Kosten sparen, weil der Aufwand für Generierung von Inhalten für unterschiedlich detaillierte Darstellung stark reduziert wird.