Ceramat von Knick

Automatische Sensorschleuse für Extrem-Einsätze:

07. Oktober 2009

Chemisch aggressive und feststoffhaltige Prozessmedien greifen bei Messstellen die Dichtungen von Wechselarmaturen an und verkürzen die Standzeiten der Sensorik. Meist gestaltet sich der Austausch der Komponenten umständlich und zeitaufwändig. Mit Ceramat hingegen bietet Knick Elektronische Messgeräte eine verschleißfreie Sensorschleuse, die auf die üblichen O-Ring-Dichtungen verzichtet.

Bei der pneumatisch betriebenen Wechselarmatur zur automatischen Wartung und Kalibrierung der Sensoren unter Prozessbedingungen sorgt die Drehbewegung von zwei hochplanen, ultraharten Keramikscheiben für die sichere Abschottung der Kalibrierkammer gegen den Prozess. Dank der praktisch unzerstörbaren Keramikelemente und einem nicht bewegten Außengehäuse aus carbonverstärktem PEEK, PVDF oder Edelstahl eignet sich Ceramat für den Einsatz in hochkorrosiven, abrasiven und faserhaltigen Medien sowie in Medien, die starke Ablagerungen bilden. Eine optimale Reinigung des Sensors wird durch die tangentiale Führung der Spülmedien in der Kalibrierkammer erzielt. Ceramat lässt sich mit Heißdampf reinigen und sterilisieren. Zudem verfügt die Sensorschleuse über eine zusätzliche Hohlraumspülung zwischen Gehäuse und Keramik, die eine effektive Beströmung und Reinigung der Toträume gewährleistet. Auch sonst zeichnet sich Ceramat durch besondere Wartungsfreundlichkeit aus: So lässt sich der Antrieb bei laufendem Prozess und vollem Mediendruck austauschen. Die Spülkammer ist ohne Spezialwerkzeug leicht zugänglich, alle Wartungsarbeiten können vor Ort und ohne Werkstatthilfe durchgeführt werden. Der Anschluss sämtlicher Zuleitungen für Spül- und Kalibriermedien, Steuerluft und der elektrischen Leitungen zur Signalübertragung erfolgt mit nur einem Steckvorgang über den zentralen Multistecker. Ceramat ist in zwei Varianten erhältlich: Neben der Inline-Version Ceramat WA 150 mit einer Eintauchtiefe von 135 mm bietet Knick die überlange Eintauch-Version Ceramat WA 160 an. Mit Längen bis 2.000 mm eignet sich Ceramat WA 160 für den Betrieb in offenen Becken oder an Kesseln, an denen kurze Armaturen nicht seitlich montiert werden können. Wie bei der kompakten Variante lässt sich der Antrieb zu Wartungszwecken während des laufenden Prozesses demontieren. Für den automatisierten Betrieb der Sensorschleusen dienen die Steuerungen Uniclean 900 oder Unical 9000. Knick bietet für beide Ceramat-Varianten umfangreiches Zubehör an. Dazu zählen Adapter für Zusatzmedien, ein Anschluss-Set zum manuellen Betrieb oder Betrieb an einer SPS, Haltebügel für Ceramat WA 160 und ein pneumatisches Handsteuerventil.