Continental eröffnet Kompetenzzentrum für 3D-Druck in Karben

Continental hat in seinem Elektronik-Werk im hessischen Karben ein Kompetenzzentrum für 3D-Druck eingerichtet. Es steht allen Unternehmensbereichen und auch externen Partnern zur Verfügung.

07. Juni 2019
Continental eröffnet Kompetenzzentrum für 3D-Druck in Karben
Drahterodiermaschine im Karbener Kompetenzzentrum für 3D-Druck. (Bild: Continental AG)

Unter Führung des eigenen Entwicklungs- und Produktionsdienstleisters Continental Engineering Services bündelt das Technologieunternehmen in dem Kompetenzzentrum langjährig aufgebautes Know-how für das Additive Fertigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen abtragenden Fertigungsmethoden werden hier Bauteile anhand digitaler Konstruktionsdaten schichtweise aufgebaut. In der hochmodernen Produktionsstätte mit einer Fläche von 8.000 qm bündelt das Unternehmen neben diesem Verfahren eine Vielzahl von Herstellungsprozessen und -systemen. Das ermöglicht die präzise und effiziente Herstellung geringer Stückzahlen von Bauteilen für interne und externe Kunden.

Am Standort Karben vereint Continental Engineering Services verschiedene Technologien: Neben der additiven Fertigung sind auch leistungsfähige CNC Maschinen, Spritzguss- und Laserschweißanlagen sowie eine moderne Elektronikfertigung zur Leiterplattenbestückung im Einsatz.

Gemeinsam mit umfangreichen Einrichtungen für Umwelttests und der Kleinserienmanufaktur ergibt sich eine Konstellation, dank der für jede Aufgabe die passende Fertigungstechnologie oder Kombination an Fertigungstechnologien gewählt werden kann.

Produktion komplexer und hochqualitativer Geometrien

Beim 3D-Druck-Verfahren, auch additive Fertigung (Additive Manufacturing) genannt, wird Material Schicht für Schicht aufgetragen, um dreidimensionale Gegenstände wie Bremssättel, Flüssigkeitsbehälter und Wasserpumpen zu erzeugen. Egal ob es sich dabei um Prototypen, Muster-, Ersatzteile oder Werkzeuge handelt, gedruckte Bauteile aus z.B. Aluminium sind mittlerweile in Bezug auf ihre Haltbarkeit und Optik absolut vergleichbar zu traditionell hergestellten Teilen. Darüber hinaus vereint Continental die komplette Prozesskette, vom Design über die Fertigung, bis hin zur Nacharbeit, Prüfungen und Validierung, bzw. Umwelttests unter einem Dach.

Stefan Kammann, Head of Business Segment Additive Design and Manufacturing des Bereichs Product Solutions bei Continental Engineering Services, erklärt: »Wir machen 3D-Scans von den Bauteilen, bearbeiten diese und drucken sie dann mit dem gewünschten Material. Wir können zum Beispiel ein qualitativ hochwertiges Metallteil anstelle eines Plastikteils herstellen. Außerdem können Designänderungen je nach Produkt flexibel gehandhabt werden. Das Verfahren senkt die Produktionskosten bei kürzeren Herstellungszeiten«.

Hierbei wird Metallpulver (Aluminium, Werkzeug- oder Edelstahl) selektiv geschmolzen und Schicht für Schicht eine dreidimensionale Struktur aufgebaut. Weitere Technologien, die für Kunststoff angewendet werden, sind das selektive Lasersintern (SLS) für verschiedene Kunststoffe wir PA, PP oder Polystyrol, Stereolithographie (SLA), Digital Light Printing (DLP) oder Fused Deposition Modeling (FDM).