Controller mit neuer Technologie

SEW-Eurodrive erweitert seine Steuerungstechnikfamilie um den Controller UHX65A in der Leistungsklasse Progressive. Der Anbieter ergänzt damit seinen Automatisierungsbaukasten Movi-C.

10. Oktober 2018
Controller mit neuer Technologie
SEW-Eurodrive zeigt auf der SPS IPC Drives den neuen Controller UHX65A in der Leistungsklasse Progressive. (Bild: SEW Eurodrive)

Der Controller basiert auf dem neuen CPC-Baukasten (Cyber Physical Controller) mit zahlreichen Hardwarebausteinen wie skalierbaren CPU-Modulen, Feldbus-Optionen (Multiprotokoll-Fähigkeit) und WLAN-Varianten. Die passive Kühlung und RTC-Funktion (Real Time Clock) ohne Batterietausch ermöglichen einen zu 100% wartungsfreien Betrieb. Zum Softwarebaukasten gehören neben den Softwaremodulen Movikit auch Lösungen für die Themen Safety, Achs-/Controller-Tauschfunktionen und die konfigurierte Code-Erzeugung. Durch die konsequente Umsetzung eines Software-Schichtenmodells auf Basis der Hypervisor-Technologie unterscheidet sich die neue Controller-Generation von SEW-EEurodrive nach eigenen Angaben wesentlich von bestehenden Steuerungskonzepten am Markt. Damit ist das rückwirkungsfreie Zusammenspiel zwischen der Echtzeitsteuerung einerseits und höherschichtigen Softwarefunktionen andererseits – Visualisierung, Condition Monitoring, Data Mining, Engineering-Software, Diagnose, IT-Kommunikations-Stacks oder intelligenten Sensoren – einfach möglich.

Eine CFast-Speicherkarte mit extrem schnellem Zugriff ermöglicht den bekannt einfachen Gerätetausch. Die Karte beinhaltet alle wichtigen Daten wie Firmware, Applikation, Achsdatensätze und Anwendungsdaten. Somit ist ein einfacher und schneller Tausch der Steuerung überall und jederzeit möglich. Die Prozessorleistungsfähigkeit des Controllers progressive lässt sich künftig von einem bis vier Prozessorkernen für den SPS-Teil skalieren, bestellen und einsetzen. Somit kann der Kunde die Leistungsfähigkeit für seine Applikation individualisiert auswählen und anpassen. Durch sein schlankes Design eignet sich der Controller auch für engste Einbauräume und lässt sich für vielfältige Applikationslösungen einsetzen. Man kann ihn für modulare Maschinenmodule ebenso verwenden wie für koordinierende Aufgaben im Linienverbund. Daher unterstützt diese Controllerbaureihe die wachsende Modularität im Maschinenbau. Dank modernster Softwarestruktur steht das Betriebssystem getrennt und unabhängig für Engineering, Programmierung, Diagnose und Visualisierung zur Verfügung. Windows-Auslastungsspitzen haben somit keinen Einfluss auf den harten Echtzeitteil. Auch Versionskonflikte zwischen den einzelnen Programmen gehören der Vergangenheit an. Per HMI oder OPC-UA kann visualisiert und mit der Außenwelt kommuniziert werden.

SPS IPC Drives, Halle 3A, Stand 411

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