Controller-Redundanz mit POWERLINK

Hochverfügbare Systeme mit Standard-Komponenten umgesetzt

28. Mai 2013

Hochverfügbarkeit ist ab sofort auch für kleinere Anwendungen mit geringeren Ausfallkosten attraktiv und wirtschaftlich. Die Basis der B&R-Lösung bilden Standardsteuerungen der X20-Reihe, die eine nachträgliche Konfiguration der Ausfallsicherheit im Engineering Tool Automation Studio ermöglichen. Eigene, wegen der geringeren Stückzahl meist teurere, spezielle Redundanzsteuerungen sind nicht nötig. Der Engineering-Aufwand beschränkt sich auf die Deklaration der SPS als redundante Einheit sowie auf zusätzliche Eingaben zur Konfiguration von Kommunikationsparametern oder Ausfallkriterien.

In der von B&R gewählten Lösung dient eine Steuerung als prozessführende aktive SPS, die andere läuft im inaktiven Modus. Eine kontinuierliche Überwachung aller Netzwerkfunktionen stellt sicher, dass die nicht-prozessführende Steuerung im Ernstfall ad hoc die Funktion der aktiven SPS übernehmen kann. Die jeweils aktive Steuerung trägt immer dieselbe IP-Adresse. Die Umschaltzeit des Systems beträgt zwei Taskzyklen – also nur wenige Millisekunden.

Die Redundanzlösung nutzt als Kommunikationsprotokoll das hochperformante Echtzeit-Ethernet POWERLINK. Durch einen unabhängigen, schnellen LWL-Redundanz-Link tauschen die aktive und die inaktive Steuerung ständig alle wesentlichen Daten – zum Beispiel I/O-Abbild – aus, um taktaktuell auf identischem Stand zu sein.