Das AMLab zeigt Anwendungen auf der Fachmesse EAM

Das AMLab, eine Kooperation des Fraunhofer IGCV und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München, präsentiert sich auf der Fachmesse Experience Additive Manufacturing (EAM) in Augsburg.

02. September 2019
Das AMLab zeigt Anwendungen auf der Fachmesse EAM
Multimaterial-Lösungen für das digitale Getriebe von Morgen: Funktions- und Bauteilintegration mittels Laserstrahlschmelzen, Composite-Stahl-Hybridwelle durch Flechtpultrusion und Blasumformung, Integrierte Kühlkanäle und Leichtbau mittels indirekter additiver Fertigung, Cloud-basierte Steuerung und Datenauswertung. (Bild: Fraunhofer IGCV / Bernd Müller)

Das AMLab wurde 2012 von der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV und dem iwb mit dem Ziel gegründet, die Anlagen- und Prüftechnik gemeinschaftlich zu nutzen sowie gemeinsam an verschiedenen Verfahren zu forschen, z. B. dem Laser-Strahlschmelzen oder der lichtbogenbasierten Additiven Fertigung. Experimentelle und analytische Untersuchungen tragen dazu bei, das Prozessverständnis dieser Verfahren zu erweitern und mit innovativen Ideen das Anwendungsspektrum zu erweitern. Dabei werden sowohl der Pre-, In- als auch der Post-Prozess betrachtet. Zu den Anwendungsfeldern (iwb) zählen unter anderem die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrttechnik oder die Batterieproduktion. Bei den Bestrebungen im Bereich der Medizintechnik geht es beispielsweise darum, Implantate so zu gestalten und herzustellen, dass dessen Verformungseigenschaften möglichst dem natürlichen Verhalten des Knochens entsprechen.

Das Fraunhofer IGCV stellt auf der Messe zudem neue Leichtbaupotenziale vor. Ein Getriebe zeigt das Zusammenspiel aus additiver Fertigung, Composite- und Gießereitechnik. Aus dem Themenkomplex der metallischen additiven Fertigung werden Werkstoffverbünde in Form von Multimaterial, Beispiele für Funktionsintegrationen sowie hochkomplexe bionische Bauteile und innovative Fertigungsprozesse präsentiert.

Parallel zur Messe findet am 25. September 2019 das 23. Augsburger Seminar für Additive Fertigung statt. Veranstaltungspartnern sind das Fraunhofer IGCV und das iwb der TUM München. Das diesjährige Thema lautet: »Perspektiven der Additiven Fertigung: Reproduzierbarkeit und neue Technologien«. Das Seminar bietet gerade für mittelständische Unternehmen die Chance, einen Überblick über alle Elemente der Prozesskette für den erfolgreichen Einsatz der additiven Fertigung zu bekommen – von der additiv geprägten Produktkonzeption bis zur Veredelung additiv gefertigter Bauteile. Was vor einigen Jahren noch als Fertigungsverfahren für den Prototypenbau galt, wird heute als ernst zu nehmende Alternative für die flexible Serienproduktion angesehen. Das Augsburger Seminar soll sowohl der Industrie als auch der Forschung eine Plattform bieten, um sich über aktuelle Problemstellungen und Themen der Zukunft auszutauschen. Das Seminar verbindet dabei Vorträge von erfahrenen Anwendern und Vertretern aus der Industrie mit innovativen Ansätzen aus der Wissenschaft. Hochkarätige Referenten sind vertreten, wie beispielsweise: Dr.-Ing. Wilhelm Meiners, Trumpf GmbH, Expert Additive Manufacturing und SLM Patentinhaber; Prof. Dr.-Ing. Gerd Witt, Universität Duisburg-Essen, Inhaber Lehrstuhl für Fertigungstechnik; Andy Middleton, Stratasys, Executive Vice President und Andreas Berkau, Oerlikon, Senior Vice President AM Strategy – Additive Manufacturing.

Das Seminar findet in den Tagungsräumen des Messegeländes Augsburg statt. Weitere Informationen zum Seminar, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung via Online-Formular.

Experience Additive Manufacturing, 24. bis 26. September 2019, Stand C202