Das innere Wesen der Keramik

Moderne Material-Prüfverfahren im Werkstoffzentrum Rheinbach

24. Februar 2009

Metall biegt sich und auch Keramik kann reißen. Die Frage bleibt, wann und wieso? Nicht nur bei der Entwicklung neuer Produkte fällt der Werkstoff-Prüfung deshalb heute eine richtungsweisende Rolle zu; auch in der produktionsbegleitenden Qualitätssicherung oder zur Begutachtung von Schadensfällen sind umfassende Materialprüfungen unerlässlich. Für diese Aufgaben bietet das Werkstoffzentrum Rheinbach (WZR) die passenden Methoden, Techniken und Analysen. Dabei nimmt es unter Anwendung aller derzeit relevanten Verfahren sowohl Technische Keramiken als auch Metalle unter die Lupe. Ausgebaut werden derzeit die Dienstleistungsangebote für Gießereien. Hier steht neben der Prüfung von Feuerfest-Materialien und metallischen Werkstoffen auch die Untersuchung der Reaktionen zwischen Feuerfest-Materialien und Schmelzen, Schlacken oder Zusatzstoffen im Mittelpunkt. Mit Blick auf Verschleiß und Korrosion sind diese Wechselwirkungen von besonderer Bedeutung.

Je nach Anforderungskatalog oder Kundenwunsch erfolgt die Werkstoff-Prüfung in den WZR-Labors unter mineralogischen, chemischen, physikalischen oder technologischen Gesichtspunkten. Dazu setzt das Unternehmen neben einer ganzen Reihe traditioneller Methoden auch komplexe Hightech-Verfahren ein. Während beispielsweise umfassende Zug-, Druck- und Biegeversuche in einer modernen Universal-Prüfmaschine erfolgen, kommt für Oberflächen-Untersuchungen bei gleichzeitiger Analyse der chemischen Zusammensetzung die Rasterelektronen-Mikroskopie (REM) in Kombination mit der Röntgenspektroskopie (EDX) zum Einsatz.