Das neue EnsembleTM von Aerotech

Deterministische, serielle Hochgeschwindigkeits-Netzwerkfunktionen über Ethernet-Kabel für die Synchronisation mehrerer Achsen

29. März 2007

Mit deterministischen, seriellen Hochgeschwindigkeits-Netzwerkfunktionen für bis zu zehn Achsen bieten die neuen intelligenten Ensemble CP-/MP-/CL-Antriebe von Aerotech eine nahtlose Kombination aus linearer und PWM-Verstärkertechnologie für Servomotoren mit und ohne Bürsten sowie für Schrittmotoren. Sie ermöglichen damit die eng synchronisierte, präzise Bewegungssteuerung für eine breite Palette von Positionierungs- und Automatisierungsanwendungen.

Die Ensemble-Reihe verfügt über den neuen seriellen AeroNet Kommunikationsbus mit zwei Ports an jedem Antrieb zur Verkettung von bis zu zehn Antrieben je Netzwerk mit Hilfe von standardmäßigen CAT 6-Kabeln. Jeder Antrieb bietet außerdem einen 10/100 Base-T Ethernet-Standard-Port zur Kommunikation mit einem PC oder einem anderen Ethernet-Gerät. Zur Überwachung und Administration aller Aspekte des Netzwerks wird eine Windows®-basierte, integrierte Entwicklungsumgebung in Form eines Softwarepakets bereitgestellt, das auch für automatische Optimierung und Systemeinrichtung verwendet wird. Die Ensemble-Reihe kann mit Microsoft® .NET-Tools für C#, VB.NET und gemanagtem C++, mit LabVIEW® VIs oder mit AeroBASIC programmiert werden.

Im Gegensatz zu anderen Bewegungssteuerungssystemen, die tischmontierte, vernetzte Einzelachsenantriebe für eng koordinierte Bewegungen verwenden, besteht bei dieser Lösung kein Bedarf an einem integrierten Hub. Jeder Ensemble-Antrieb kann so programmiert werden, dass er im AeroNet-Netzwerk eine Master- oder Slave-Rolle übernimmt. Hierbei werden die Slaves im Remote-Befehlsausführungsmodus konfiguriert und nehmen über ASCII-Zeichenfolgen Anweisungen entgegen. Anschließend werden deterministisch koordinierte Bewegungen für bis zu fünf unabhängige Multitasking-Programme über alle Achsen hinweg sowie lokale I/O-Synchronisierung ausgeführt.

Die Verarbeitungszeit für die Befehlsausführung wird auf 1000 Codezeilen in weniger als einer Millisekunde geschätzt. Dies ist schnell genug für die Synchronisierung mehrerer Achsen, für elektronische Getriebe und Geschwindigkeitsprofile, wenn man alle Verstärker- und Feedback-Transferfunktionen berücksichtigt. Die 10/100 Base-T Ethernet-Schnittstelle kann auch für die Einrichtung von Systemen mit mehreren Achsen, für eingebettete Befehle und für Modbus über TCP verwendet werden. Neben Windows werden auch andere Programmierarten (einschließlich Linux) unterstützt.

Für größere Automatisierungssysteme kann die 10/100 Base-T Ethernet-Steuerung über einen Router verbunden werden, um HMI, Remote-I/O, PLCs und andere Ensemble-Systemnetzwerke zu integrieren. Jedes Ensemble-System umfasst auch USB- und serielle Ports, die auch für Systemeinrichtung, Anwendungsnetzwerke oder eine Windows® Steuerungsschnittstelle verwendet werden können.