Daten für den Maschinenbau

DMS-Systeme können Dokumente für komplexe Maschinen und Anlagen schwer erfassen, da mit Suchbegriffen keine wirklich eindeutige Zuordnung zu Anlagenteilen möglich ist. Abhilfe verspricht eine "DMStec" genannte Kategorie von Systemen.

24. August 2017

In typischen Systemen für das Dokumentenmanagement (DMS) erfolgt die Ablage in hierarchischen Ordnern und zusätzlich durch Verschlagwortung. Damit lassen sich die Strukturen von komplexen Maschinen und Anlagen nicht abbilden, so die Auffassung von Procad-Geschäftsführer Raimund Schlotmann in einem Fachbeitrag. Wird zum Beispiel ein Motor fünfmal in eine Maschine eingebaut, muss die Dokumentation an fünf Stellen im System stattfinden. Was bedeutet, dass Änderungen an allen fünf Stellen ausgeführt werden müssen. Hinzu kommt, dass verschiedene Unternehmensbereiche wie Konstruktion, Fertigung, Vertrieb und Kundendienst ihre eigenen Dokumente mit oft eigenen Strukturen und Suchbegriffen haben.

Die Lösung sieht man bei Procad in "DMStec" als Softwarekategorie. DMStec soll als DMS- und PDM-System nutzbar sein und die informationstechnische Grundlage für PLM-Abläufe bilden. Die Struktur der Anlage wird in solchen Systemen durch Verknüpfungen und Metadaten statt durch strenge Hierarchien abgebildet. Dadurch ist die gleiche Information nur einmal vorhanden. Die Unternehmensbereiche von Konstruktion bis Service ordnen die für sie relevanten Dokumente den Anlagenteilen und Maschinenkomponenten zu. Als Beispiel für dieses Vorgehen nennt man bei Procad Procad den Blockheizkraftwerkhersteller 2G Energy. Der wollte ursprünglich nur seine Ersatzteile in einer anlagenorientierten Struktur verwalten. Inzwischen nutzt auch die kaufmännische Abteilung das System für die Rechnungsabläufe.