Daten werden sicher

Siemens will die digitale Fabrik sicherer machen. Ab Dezember 2017 können Kunden Verschlüsselungssoftware in Steuerungen und PLM-Software nutzen.

04. September 2017

Siemens hat mit Identify3D vereinbart, deren Sicherheitssoftware im Rahmen der digitalen Fabrik zu nutzen. Dafür wird die Software in die CNC-Steuerungen der Marke Sinumerik sowie in PLM-Software von Siemens integriert. Das soll sicherstellen, dass nur befugte Personen auf die Produkt- und Fertigungsdaten zugreifen können. Die Verschlüsselung erfolgt in NX. Neben der Verschlüsselung bietet Identify3D weitere Funktionen. So ist es auch möglich, bestimmte Produktionsparameter fest einzustellen, damit die Herstellung nur unter den vereinbarten Bedingungen erfolgen kann – insbesondere unter Verwendung einer begrenzten Anzahl von Codes.

Diese Vorgehen soll die lizenzgerechte Verwendung von CAD- und Produktionsdaten sichern. Das ist vor allem mit Blick auf dezentrale additive Produktion von Bedeutung. Um das zu bestätigen, soll die Software Produktionsberichte an die Urheber der Daten schicken.

"Identify3D bietet Designschutz, Qualitätssicherung und sichere Datenverteilung für die digitale Fabrik. Sie sind Experten in Datenvertrieb und dem Management digitaler Rechte. Sie sorgen für Sicherheit und Datenintegrität entlang der Wertschöpfungskette – vom Design bis zum Endprodukt", sagt Uwe Ruttkamp, Leiter des Segments Machine Tool Systems bei Siemens. "Sicherheit und digitales Rechtemanagement werden in verschiedenen Industrien immer wichtiger." Identify3D ist ein 2014 gegründetes Unternehmen mit Sitz in San Francisco.