Dem Trend folgen

Umrichter - OEM bevorzugen Antriebe mit kurzen Installations- und Inbetriebnahmezeiten. Weltweit pendeln sich die Anforderungen an die Leistung im Bereich bis 7,5 kW ein. Diesen Trend hat ABB mit dem neuen General Machinery Drive ACS350 im Blick.

08. November 2005

Deutschland lebt vom Export, besonders im Sektor Maschinenbau. Weltweit sind derzeit Antriebe bis 7,5 kW gefragt. Die ABB Automation Products GmbH hat mit dem ›ACS350‹ ihr Programm dahin gehend komplettiert. Die Baureihe umfasst drei Gruppen: 200-V-Einphasengeräte mit einer Leistung bis 2,2 kW, Dreiphasengeräte mit 200 V und 4 kW und Dreiphasengeräte, die bei 400 V bis 7,5 kW leisten können. Die Aggregate eignen sich für viele Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung, Fördertechnik oder Textilverarbeitung sowie in den Bereichen Druck, Gummi und Kunststoff. Transportieren, Pumpen oder Rühren sind typische Applikationen, in denen die ACS350 zum Einsatz kommen können. Thomas Kalbe, Produkt-Manager bei ABB sagt dazu: „Wir haben mit der ACS350-Baureihe eine Lücke in unserem Programm geschlossen und sind im OEM-Markt jetzt konkurrenzfähig und breit aufgestellt.“

Per FlashDrop-Technologie nimmt das Gerät Parameter ohne Netzanschluss auf - und ohne es auszupacken. Händler können dadurch die Frequenzumrichter vor der Auslieferung konfigurieren und OEM mit Großserienfertigung ihre Inbetriebnahme optimieren. Ein Handgerät, ähnlich einem PDA, speichert mehrere Parametersätze und lädt sie bei Bedarf sofort in den Frequenzumrichter. Das Menü lässt sich individuell anpassen, Parameter einstellen und verbergen oder von einem Umrichter zum anderen kopieren. Thomas Kalbe ergänzt: „Auswahl und Einstellung der Parameter sind mit FlashDrop so einfach wie die Wahl des Fernsehprogramms mit der Fernbedienung.“

Mit der Sequenziellen Programmierung erstellt der Anwender--- einfache Fahrprofile ohne weiteres Zubehör und SPS. Immer wenn der Frequenzumrichter den Motor mit Signalen von Sensoren und Endschaltern regelt, reicht diese Art von Programmen aus. Die integrierte- Benutzerschnittstelle sorgt für den flexiblen Einsatz der Antriebe und hilft laut ABB Kosten einzusparen.

Der Umrichter lässt sich mit Schrauben oder auch auf einer DIN-Schiene befestigen. Das Gewicht der größten Variante beträgt 2,5 Kilo. Die Montage erfolgt ohne Abstände direkt nebeneinander; bei begrenzter Schranktiefe ist ein Einbau quer an der Schrankrückwand möglich. Sämtliche Geräte haben die gleiche Länge und Höhe und unterscheiden sich nur in der Breite. Laut Thomas Kalbe vereinfachen einheitliche, kompakte Baugrößen den Einbau in Schaltschränke: „Die 400-V-Geräte mit Leistungen über 0,75 kW sind trotz standardmäßigem EMV-Filter und Brems-Chopper die kleinsten ihrer Klasse.“

Michael Kleine

Erschienen in Ausgabe: 02/2005