Der nächste Rekord

Ansys stellt mit Skalierung von Ansys Fluent auf 129.000 Rechenkerne eine neue Bestmarke bei der CFD-Simulation auf.

14. Oktober 2015

Mit der gleichzeitigen Nutzung von 129.000 Rechenkernen hat Ansys einen neuen Rekord bei der CFD-Simulation aufgestellt. "Dies ermöglicht den Anwendern Innovationen schnell umzusetzen, indem sie komplette virtuelle Prototypen ihrer Produkte erzeugen. Zumal Ansys erst vor knapp einem Jahr bekanntgegeben hatte, dass Fluent mit Hilfe des NCSA auf 36.000 Kerne skaliert“, erklärt Wim Slagter, HPC-Produktmanager bei Ansys.

Diese Skalierung wurde erzielt mit Ansys Fluent und in Zusammenarbeit mit Cray und den beiden Supercomputing-Zentren "National Center for Supercomputing Applications" (NCSA) und "National Energy Research Scientific Computing Center" (NERSC). Vor knapp einem Jahr erzielte Ansys mit Hilfe des NCSA eine Skalierung auf 36.000 Kerne.

Erst im Juni 2015 hatte Wettbewerber CD-Adapco den Höchstwert für parallel genutzte Rechenkerne bei CFD auf 102.000 hochgetrieben - ein Rekord, der nicht von langer Dauer war. In derartigen Dimensionen bewegen sich die CFD-Anbieter noch nicht lange. 2005 betrug der Skalierungsrekord bei Ansys 512 Rechenkerne.

Die Berechnungen des aktuellen Rekords wurden auf einem Supercomputer Cray XC30 durchgeführt, der laut Ansys mit 90 Prozent Effizienz arbeitete. CD-Adapco hatte im Juni für 102.000 Kerne eine Effizienz von 75 Prozent gemeldet, wobei dieser Wert bei 60.000 Kernen 93 Prozent betrug.

„Wir testen unsere Software an realen Anwendungen in Zusammenarbeit mit führenden internationalen Supercomputing-Anbietern. Nur auf diese Weise können wir sicherstellen, dass die im Labor erzielten Verbesserungen für unsere industriellen Kunden tatsächlich nutzbar sind“, so Wim Slagter, HPC-Produktmanager bei Ansys. „Die Steigerung um den Faktor 4 gegenüber dem bisherigen Rekord für die Anzahl der Rechenkerne umfasst eine komplexe Simulation mit mehreren komplizierten physikalischen Größen, in diesem Fall ein industrieller Vergaser. Dieses Beispiel extremer Skalierbarkeit für hochgenaue Simulationen ist notwendig, um mit der zunehmenden Innovationsgeschwindigkeit im Markt Schritt zu halten.“