Der Zeit voraus

Die Timer in der neuen High-Speed Steuerung ZX20 von Zander haben eine Präzision von einer Mikrosekunde. Die programmierten Zeiten sind absolut exakt – unabhängig von allen anderen logischen und arithmetischen Operationen. Es gibt keine Einwirkung von Unterbrechungen, garantiert ohne Jitter.

21. Oktober 2016

Das Anwenderprogramm wird dazu in ein FPGA (Field Programmable Gate Array) gebrannt. Damit läuft gar kein Programm mehr ab, es findet vielmehr eine vollständige Parallelverarbeitung statt. Das komplette Anwenderprogramm wird sozusagen in „Hardware umgesetzt“.

Der Programmierer merkt von alledem nichts. Er erstellt in der ihm bekannten SPS-Sprache ST (Strukturierter Text) sein Programm und lädt es wie bei einer herkömmlichen SPS in die Steuerung. Es ist völlig gleichgültig, ob eine Problemlösung gut oder auf Umwegen programmiert ist - die Zykluszeit des ZX20 ist immer gleich und konstant, nämlich null. Auch alle Timer arbeiten stets Jitterfrei und absolut genau.

In der neuesten Version von Ex_Press 5, der ST-Entwicklungsumgebung zur Steuerungsfamilie ZX20, kann man Timer auch als Funktionsblock definieren, eine Bibliothek mit einigen Varianten wird mitgeliefert, aber natürlich kann sich jeder Anwender seinen eigenen Timer definieren.

Zwillings-Timer sind mit definierter Phasenverschiebung ebenso möglich wie Kaskadierungen. Im Rahmen des Entwicklungssystems Ex_Press 5 und der Steuerung ZX20 sind also mithilfe von Funktionsblöcken „beliebige“ Timerstrukturen mit der absoluten Mikrosekunden-Präzision möglich.