Dr. Carsten Bührer (Geschäftsführer Zenergy Power) und Petra Bültmann-Steffin (Geschäftsführerin Bültmann GmbH) erhalten die Anerkennung für die Einführung der Supraleiter-Technologie im industriellen Anlagenbau. Ihre Unternehmen erzielten damit einen Durchbruch für den Einsatz von Supraleitern als Schlüsseltechnologie zur nachhaltigen Erzeugung und Nutzung elektrischer Energie. Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, würdigte den Erfolg der Unternehmer als herausragendes Beispiel für die Innovationskraft des deutschen Mittelstands. Bundespräsident Horst Köhler wird den diesjährigen Bundesumweltpreis am 25. Oktober 2009 in einem Festakt in Augsburg an Zenergy Power, Bültmann und zwei weitere Preisträger übergeben.

ANZEIGE

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt prämierte die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen bei der Entwicklung und Markteinführung der weltweit ersten Industriemaschine mit Supraleitertechnologie. Es handelt sich um einen Magnetischen Blockheizer (MBH) für die Warm-Metallverarbeitung. Der neue Anlagentyp stellt die Wirtschaftlichkeits- und Umweltvorteile von Supraleitern in der Produktionspraxis unter Beweis und stößt in der Halbzeugindustrie auf großes Interesse.

Das erste Unternehmen, das den Magnetofen seit 2008 in der Aluminiumverarbeitung einsetzt, erzielt mit der Anlage eine Produktivitätssteigerung von 25%. Der Magnetheizer erwärmt Metalle auf ein Temperaturniveau, bei dem sie optimal weiterverarbeitet werden können. Er benötigt für die Erwärmung 50% weniger Energie als alle bisher verwendeten Lösungen. Dass solche Heizprozesse in Deutschland die Jahresproduktion von drei Kohlekraftwerken und global 3% der gesamten Stromerzeugung verbrauchen, zeigt, welche Umweltentlastung die innovative Erwärmungsanlage ermöglicht.