Dicht auf Knopfdruck

Patentiertes Dichtsystem Roto L von Trelleborg Sealing Solutions lässt sich zu- und abschalten

05. April 2013

Mit der „zuschaltbaren“ Dichtung Turcon® Roto L präsentiert Trelleborg eine Neuheit auf der Hannover Messe. Das patentierte Dichtkonzept ermöglicht den optimalen Betrieb bei wechselnden Druckbelastungen. Damit haben Systeme mit wechselnden Anforderungen immer die richtige Dichtsituation: Entweder drucklos ohne Reibungsverlust oder druckbelastet mit geringster Reibung und maximaler Dichtwirkung. Das führt zu besonders langen Standzeiten der Dichtungen und senkt die Betriebskosten. In Reifendrucksystemen lassen sich mit Turcon® Roto L bis zu fünf Prozent Kraftstoff sparen.

Das neue patentierte Produkt lässt sich je nach Situation zu- oder abschalten. Durch die Zusammenstellung und Anordnung der verwendeten Werkstoffe, erlaubt das neue Dichtkonzept eine Reduzierung der Reibung auch im druckbelasteten Zustand. Im drucklosen Zustand kann sich die Reibung auf Null verringern. Die Dichtlippe passt sich auf den abzudichtenden Wellendurchmesser an, ohne eine Anpresskraft zu erzeugen.

Gerade in Reifendrucksystemen für LKW und Landmaschinen ist Turcon® Roto L wirkungsvoll. Denn meist ist nur in etwa zehn Prozent der Fahrsituationen im Reifendruckkontrollsystem eine komplette Dichtwirkung an der Welle erforderlich. Im Rest der Fälle läuft die Dichtung unnötig mit Reibungsverlusten auf der Welle. Mit Turcon® Roto L lässt sich nun der Reifendruck abhängig vom befahrenen Untergrund und von der Beladungssituation einstellen, indem die Dichtung für genau diese Situationen zu- oder abgeschaltet wird. Im nicht benötigten Zustand läuft die Welle praktisch ohne Kontakt zur Dichtung und damit ohne Reibungsverlust. „Das verlängert die Lebensdauer der Dichtung ganz erheblich.

Turcon® Roto L besteht aus einer Dichtlippe aus PTFE, die in einem Gummimantel eingelegt ist und lediglich über Reibschluss damit verbunden ist. In drucklosem Zustand ist die Dichtlippe weitgehend spannungsfrei und es entstehen keine messbaren Reibmomente an der Welle. Wird das System mit Druck beaufschlagt, wird die Dichtlippe über eine Elastomerschicht gegen einen Starrkörper gedrückt. So stellt sich die Radialkraft proportional zum anliegenden Druck ein. Dadurch wird bei geringsten Reibmomenten eine maximale Dichtwirkung erreicht. Der Starrkörper aus Metall verhindert dabei auch eine unkontrollierte Verformung der PTFE-Lippe. Die Dichtung ist also nur dann aktiv, wenn das System unter Druck steht. Die Aktivierung kann, beispielsweise in einem LKW-Reifenkontrollsystem, vom Führerhaus per Knopfdruck erfolgen. So lassen sich die Reifendrücke gezielt an die Betriebsbedingungen anpassen.