Dichtungstechnik für Wälzlager

Mehr Funktionalität und Effizienz

26. Juni 2007

Dichtungen verhindern weitestgehend das Durchwirken von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und/oder im bewegten Zustand. Die Findling Wälzlager GmbH, Karlsruhe, bietet vielfältigste Dichtungstechnik in Kombination mit den vier ABEG-Leistungsklassen für unterschiedlichste Anforderungen im Standard wie für Individuallösungen.

Ob bei extremen Temperaturen, im Umfeld aggressiver Stoffe oder bei ‚normalen’ Einsatzbedingungen - die Anforderungen an Dichtungsmaterialien und -formen nehmen ständig zu. Anwender erwarten Wartungsfreiheit bei immer längeren Standzeiten. So kommt die Bedeutung von Dichtungen oft erst dann zum Tragen, wenn eben nicht alles dicht und die Funktionalität einer Maschine gefährdet ist. Ausfallzeiten und erhebliche Kosten können die Folge sein; damit geht auch die Wirtschaftlichkeitsrechnung im Hinblick auf niedrige Prozesskosten nicht mehr auf, die beim Einkauf gemacht wurde.

Für eine einwandfreie, effiziente und verschleißarme Funktion empfiehlt es sich daher, sowohl für Anschlusskonstruktionen als auch innerhalb von Komponenten die verschiedenen Produkte mit den jeweiligen Einbaumaßen und Rahmenbedingungen frühzeitig in der Konzeptions- und Konstruktionsphase zu berücksichtigen. Dazu gehört bei den Wälzlagern auch die Dichtungstechnik.

Guter Rat bzw. das richtige Produkt muss dabei nicht teuer sein, denn Anwender können mit der ABEG-Methode von Findling Wälzlager die nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien optimale Komponente aus einem breiten Spektrum gedichteter Lagertechnik ermitteln. Während ein Herstellerwerk nur eine geringe Anzahl an Dichtungsformen wirtschaftlich fertigen kann, ermöglicht die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von spezialisierten ABEG®-Technologielieferanten eine größtmögliche Variantenvielfalt - und dies in allen vier ABEG®-Leistungsstufen. Die hierzu notwendige kompetente persönliche Beratung zu Vor- und Nachteilen von unterschiedlichen Dichtungstechniken und Schmierstoffen vor dem Hintergrund der jeweiligen Applikation ist für den Wälzlager-Spezialisten Normalität.

Die Abdichtung einer Lagerstelle soll dabei nicht nur Verunreinigungen von außen verhindern, sondern auch den Schmierstoff im Lager halten. Es gilt zudem, die Reibung für eine effiziente Energienutzung zu minimieren. Bislang werden nichtberührende Labyrinthdichtungen dann eingesetzt, wenn gute Dichteigenschaften bei hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten gefragt sind und ZZ-Abdeckungen (nicht schleifende Spaltdichtungen, gedeckelt) nicht ausreichend sind. Diese bewirken eine geringe Verlustleistung und sind damit besonders Energie sparend. Nachteilig sind die im Vergleich zu schleifenden Standard-Dichtungen deutlich höheren Produktionskosten. Um diese Dichtungstechnik ‚massentauglich’ zu machen, bedarf es einer technischen wie wirtschaftlichen Optimierung des Gesamtsystems. Das ABEG-Produktsortiment ermöglicht zum Beispiel die Kombination der drei Leistungsstufen Premium (für anspruchsvollste Hightech-Einsätze), Supra (leistungsbewusst für fast universelle Anwendungsmöglichkeiten) und Eco (kostenbewusst, solide Basistechnologie) mit den Dichtungsvarianten

•Z (nicht schleifende Spaltdichtung),

•LB (nicht schleifende einlippige Gummidichtung in Nut geführt),

•RS (schleifende einlippige Gummidichtung),

•D (schleifende einlippige Gummidichtung in Nut geführt) und

•LU (schleifende zweilippige Gummidichtung in Nut geführt).

Gegenüber einer Premium-Lösung mit schleifender Dichtung (Massenprodukt) ermöglicht eine Supra-Lösung mit nichtschleifenden Dichtungen nicht nur einen energieeffizienteren und verschleißärmeren Betrieb des Systems, sondern ist auch eine kostengünstigere Lösung.

Zusätzlich zu diesen Dichtungsvarianten kann noch eine Vielzahl an Individuallösungen wie dreilippige Dichtungen oder Dichtungen mit Vorsatzscheibe angeboten werden. Neben dem Standard-Dichtungsmaterial NBR sind auch Lösungen aus Teflon oder Viton verfügbar.