Die ewige Quelle

19. Juni 2019
Die ewige Quelle
Die Wago Pro 2 setzt neue Benchmarks bei der Kommunikation und Konfiguration mit Netzgeräten von 120 bis 960 Watt. (© Wago)

Der Schaltschrank ist im Wandel, denn die Anforderungen an ihn steigen kontinuierlich – und das in Quantität und Qualität. Die zunehmende Vernetzung, steigende Energiekosten und wachsende Individualisierung erfordern, dass es im Schaltschrank kleiner, sparsamer, schneller und flexibler zugehen muss.

Nicht jeder Anwender hat dabei unbedingt auch die Stromversorgung auf dem Schirm, dabei ist sie eine wichtige Komponente in der Schaltschrankgestaltung. Anbieter Wago aus Minden hat darum die neue Stromversorgung Pro 2 entwickelt, die den gestiegenen Anforderungen an ein Netzgerät gerecht werden soll und Anlagen dank des hohen Wirkungsgrads, der modularen Feldbuskommunikation und der hohen Widerstandsfähigkeit zuverlässig versorgt.

Wago hatte dabei auch die zunehmende Digitalisierung im Blick. Zudem belegt eine Studie von Eplan und der Universität Stuttgart ein zeitliches Einsparpotenzial bei der Stromlaufplanung von bis zu 45 Prozent, das der Hersteller mit dem neuen Versorgungsmodul heben möchte. Eine weitere Motivation ist die Verfügbarkeit in der wichtigen Zielbranche Automobilbau: »Die theoretische Lebensdauer einer Stromversorgung ist dort ein wichtiges Auswahlkriterium«, sagt Manfred Grabowski, Key-Account-Manager Automotive bei Wago.

Hoher Wirkungsgrad

Aus diesen Anforderungen sind Produkteigenschaften entstanden, die dem Anwender bei Planung, Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme viele Vorteile bieten sollen. Dazu geht die Pro 2 mit Netzgeräten von 120 bis 960 Watt an den Start. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent liegen sie fünf Prozentpunkte über einfachen Netzgeräten, setzen die Energie damit so optimal wie möglich um und sparen so Verlustleistung ein. Diese Eigenschaften erweisen sich auch als sehr nachhaltig, weil weniger CO2-Emissionen auftreten. So kann eine Pro 2 innerhalb von fünf Jahren so viel Kohlendioxid weniger ausstoßen, wie eine große Buche speichert. Bei vielen Geräten wäre das schon ein ganzer Wald.

Die schmal gebauten Geräte bieten eine hohe Leistungsdichte und benötigen so im Schaltschrank weniger Raum und erzeugen weniger Abwärme. Dank der ausgeklügelten Konstruktion bietet die Pro 2 auch eine sehr hohe Lebensdauer. Von Anfang an setzt Wago in der Entwicklung einen digitalen Zwilling ein. Das spart Zeit und Geld – von der Planung über den Einbau bis zum jahrelangen Betrieb.

Über ihre Schnittstelle wird die Stromversorgung maßgeschneidert auf die Erfordernisse der Applikation eingestellt. Parameter wie Ausgangsspannung und Überlastverhalten lassen sich einfach per Software individuell und damit flexibel konfigurieren – an verschiedenen Anlagen, mit unterschiedlichen Parametern. Die Anwender haben die freie Wahl, über welche Schnittstelle sie die Pro 2 anbinden. Zum Marktstart steht ein Modul für IO-Link zur Verfügung, weitere Module für Protokolle wie Modbus RTU sowie Modbus TCP folgen.

Verlässlicher Schutz

Vor allem Applikationen in der Automatisierung mit großem Leistungsbedarf, aber auch einfache Anwendungen, verlangen professionelle Stromversorgungen, die auch Leistungsspitzen zuverlässig abdecken können. Die Wago-Pro-2 mit ihrem smarten Leistungsmanagement versorgt Anlagen zuverlässig mit einer gleichbleibenden Spannung und schützt sie gleichzeitig.

Dazu gibt es den Top-Boost, der dank maximal 600 Prozent Ausgangsstrom für 15 Millisekunden die Absicherung über klassische Leitungsschutzschalter am Ausgang ermöglicht. Der wahlweise Power-Boost liefert 150 Prozent Ausgangsleistung für fünf Sekunden. Dank der hohen Leistungsreserve sind überdimensionierte Netzgeräte nicht mehr erforderlich. Steckbare Anschlüsse mit moderner Federklemmtechnik ermöglichen vorkonfektionierte Verkabelung und schnellere Installation. Zudem werden die Geräte über aufrastbare Kommunikationsmodule einfach an einen Feldbus angebunden.

Alles im Blick

Die Wago-Stromversorgung-Pro-2 ist so gebaut, dass der Bediener wichtige Betriebsstatus entweder direkt an der Front ablesen oder weitere wertvolle Daten per Controller direkt abrufen kann. Denn nur wer Informationen in Echtzeit erhält, kann Situationen schnell einschätzen und überlegt handeln.

Der LED-Bargraph an der Front zeigt dazu zuverlässig die aktuelle Ausgangsleistung sowie Überlastungen beziehungsweise Lastreserven an. Außerdem zeigen die LEDs den ausgewählten Betriebsmodus oder Warnungen und Fehler an. Über ein dezidiertes Kommunikationsmodul lässt sich die Stromversorgung Pro 2 jederzeit an die Automatisierungs- und Leitebene ankoppeln.

Ganz gleich, ob in der Arktis oder in der Wüste – die Wago-Pro-2 lässt sich bei Temperaturen von -40 bis 70 Grad Celsius problemlos starten und betreiben. Das erstaunlich geringe Derating beginnt bei weniger als 60 Grad Celsius und ermöglicht so eine 70-prozentige Ausgangsleistung auch in Anwendungen bei 70 Grad Celsius.

Die Stromversorgungen der Serie Pro 2 sind bis zu einer Höhe von 5.000 Metern über dem Meeresspiegel einsatzbereit und sie trotzen auch Stößen und Vibrationen. Außerdem sind die Schaltungen in der Wago-Stromversorgung-Pro-2 sehr robust gegenüber Transienten. mkT

Erschienen in Ausgabe: 05/2019
Seite: 28 bis 29