Die Gemeinschaft lebt

Intro

Nicht neu und nicht immer von Erfolg gekrönt: Hersteller, die ihre Kunden und Partner in Quasi-Interessensgemeinschaften ans Unternehmen, an Anwendungen oder Produkte binden wollen.

24. Februar 2010

In der Theorie klingen die Vorteile gut: Der Absatz wird gesteigert, und vielleicht – das wäre die Kür – unterstützt der eine oder anderer Nutzer mit seinen Erfahrungen die Weiterentwicklung der Produkte, mit denen er Tag für Tag arbeitet. In der Praxis haben sich jedoch die meisten Unternehmen, die Community-Bildung als strategisches Element probiert haben, nur eine blutige Nase geholt. Das Investitionsbudget ist schnell verbraucht, und weit und breit ist kein Anwender in Sicht, der hilfreich bei der Produktverbesserung unterstützt.

Dass und wie die Idee der Community trotzdem funktioniert, zeigen eindrucksvoll die über 5.000 Teilnehmer aus aller Welt, die zur dreitägigen Solid Works World 2010 ins kalifornische Anaheim reisten. Trotz der Rezession traf sich diese gewaltige Zahl an Anwendern, Entwicklern und Software-Partnern in Los Angeles, um den persönlichen Kontakt mit Solid-Works-Spezialisten und Berufskollegen zu pflegen. Hochkarätige Sprecher wie Bernard Charlès, Geschäftsführer von Dassault Systèmes, zum Thema Weiterentwicklung des Software-Portfolios und Jeff Ray, CEO von Solid Works, über die große Bedeutung von Cloud Computing und neue Funktionen der 2011er-Softwareversion zeigen, welch hohen Stellenwert das jährliche Treffen mit der Community für Solid Works einnimmt.

Die Veranstaltung ließ den Gemeinschaftsgeist der Community aufblühen. Besonders eindrucksvoll: Die beifallsstarke Ehrung der engagiertesten Community-Treiber unter dem Jubel aller Anwesenden und das respektvolle Verlesen der alljährlichen Wunschliste an Funktionen für die kommende Programmversion. Die Community als ernst genommene Gemeinschaft mit direktem Einfluss auf das Produkt.

Einen ausführlichen Bericht über die Solid Works World 2010 lesen Sie in der kommenden :K-Ausgabe. Schon mal vorab finden Sie einen Video-Beitrag, mit Impressionen von der Veranstaltung, auf der :K-Homepage unter www.k-magazin.de.

Erschienen in Ausgabe: 01/2010