Die Mittelklasse

Greifer - Als Auftakt zur Neustrukturierung der pneumatischen Greifer in drei klar positionierte Segmente hat Schunk die Kompaktklasse eingeführt. Zwei Vertreter werden vorgestellt.

09. August 2007

Als Auftakt zur Neustrukturierung der pneumatischen Greifer in drei klar positionierte Segmente hat Schunk die Kompaktklasse eingeführt. Die Kompaktklasse verbindet eine umfassende Funktionalität mit größtmöglicher Wirtschaftlichkeit und setzt damit neue Maßstäbe für die Mittelklasse bei pneumatischen Greifern: Kompromisslos in Qualität und Wirtschaftlichkeit, mit einem klar auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Funktionsumfang und mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

»Die neuen Parallelgreifer der Baureihe JGP und die ihnen entsprechenden Zentrischgreifer der Baureihe JGZ sind unsere Auftaktprodukte für die Kompaktklasse, die künftig das mittlere Segment im Greiferprogramm von Schunk bilden wird«, sagt Frank Gaiser, der bei Schunk als Produktmanager für den Bereich Greifmodule zuständig ist. Die Greifer der Kompakt-Klasse haben alle wesentlichen Funktionen und lassen sich mit viel Zubehör ergänzen. »JGP und JGZ sind die Nachfolger der früheren Baureihen PGN und PZN und werden sie längerfristig ersetzen«, erläutert Frank Gaiser. »Die neuen Greifer weisen die gleichen Boden-Anschlussmaße und das gleiche Anschraubbild wie ihre Vorgänger auf und sind daher mit Ausnahme der Greiferfinger vollständig gegen sie austauschbar.«

Der JGP ist ein kompakter Parallelgreifer, der für den Einsatz in sauberen bis leicht verschmutzten Umgebungen gedacht ist und in den Baugrößen 64 bis 160 zur Verfügung steht. Er ist prädestiniert für Anwendungen mit begrenztem Bauraum und für solche ohne Störkonturen, also zum Beispiel bei Handling- und Montageaufgaben, in der Automobilindustrie oder im Maschinen- und Anlagenbau. Um die Greifkraft zu maximieren, haben die Schunk-Ingenieure einen ovalen Kolben gewählt. Er schöpft die knappen Baumaße aus und ermöglicht höchste Leistung bei kleinstem Volumen. Die maximierte Kolbenkraft wird von der robusten Keilhakenkinematik auf die Grundbacken übertragen, die in einer auf hohe Momente ausgelegten T-Nuten-Gleitführung laufen. Die JGP-Greifer ereichen Greifkräfte von 250 bis 2.390 Newton, obwohl ihre Eigenmassen von 0,28 bis 3,3 Kilo gering sind. Der Hub ist einstellbar und beträgt je Finger 6 bis 16 Millimeter. Die empfohlenen Werkstückgewichte liegen bei 1,25 bis 8,2 Kilo im Standardfall.

Der dreifingrige Bruder

Der Zentrischgreifer JGZ ist der dreifingrige Bruder des JGP. Der JGZ ist ebenfalls in den Baugrößen 64 bis 160 verfügbar und eignet sich vor allem für Einsätze in sauberen bis leicht verschmutzten Umgebungen, bei denen neben einer kompakten Bauweise ohne Störkonturen auch hohe Wirtschaftlichkeit gefragt ist. Bei Eigenmassen von 0,43 bis 8,0 Kilo erreichen die Greifer je nach Baugröße Greifkräfte von 580 bis 8.090 Newton. Das reicht im Standardfall für Werkstückgewichte von 2,9 bis 30 Kilo.

Erschienen in Ausgabe: 05/2007