Die Nominierten für den Hermes Award 2010

Auszeichnung

Unter rund 50 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury fünf Unternehmen für den Hermes Award 2010 nominiert.

06. April 2010

Die Auszeichnung, die auf der Eröffnungsfeier der Hannover Messe 2010 am 18. April übergeben wird, ist einer der renommiertesten internationalen Technikpreise. Der Jury-Vorsitzende war Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Für den Preis der Hannover Messe 2010 sind folgende Unternehmen und Innovationen nominiert:

Attocube Systems aus München

Die Miniaturisierung von Elektronik- und Halbleiter-Komponenten sowie Nano-Techniken verlangt nach verbesserten Mess-, Analyse- und damit auch Positioniersystemen. Attocube Systems wurde für ein Nanopositioniersystem nominiert. Basis ist ein neuer Stellmotor, der das Positionieren auch unter widrigen Bedingungen ermöglicht, wie starken Magnetfeldern, Feuchtigkeit, Hochvakuum oder tiefsten Temperaturen. Und zwar auf den Nanometer genau.

Ebm-Papst aus Mulfingen

Bei dem nominierten Produkt »Radical« handelt es sich um einen besonders energieeffizienten Ventilator für Luft- und Klimatechnik. Das Ventilatorrad besteht aus einem Metall-Kunststoff-Verbund. Es ist strömungstechnisch optimiert, hat daher einen sehr guten Wirkungsgrad und ist besonders leise. Der Antriebsmotor ist kompakt, effizient und gibt nur wenig Wärme ab. Dadurch kann der Energieverbrauch bei Geräuschverringerung um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

LPKF Laser & Electronics aus Hannover

Das Lasersystem »Fusion 3D« strukturiert extrem komplexe Kunststoffbauteile. Ein Laserstrahl schreibt die elektronischen Leiterstrukturen direkt auf das dreidimensionale Bauteil. So wird aus einem einfachen Kunststoffbauteil ein hochwertiger Schaltungsträger, wie beispielsweise ein Motorradgriff oder eine Handy-Antenne. Durch den gleichzeitigen Einsatz von vier Laserköpfen ist die Bearbeitung schneller und präziser.

Proton Motor Fuel Cell aus Puchheim

Es handelt es sich um einen Stadtbus, der emissionsfrei von regenerativ erzeugtem Wasserstoff angetrieben wird. Genutzt werden Brennstoffzellen, Batterien und Super-Kondensatoren. Die Technik schöpft die Vorteile des elektrischen Antriebs voll aus, speichert die Bremsenergie und ermöglicht so eine Energieeinsparung von mehr als 50 Prozent gegenüber konventionellen Dieselbussen.

Rittal aus Herborn

Die Brennstoffzellen mit dem Namen Ricellflex sind gleichzeitig Notstromanlage und Energiespeicher. Durch die Verknüpfung mit einem Stromnetz kann die gespeicherte Energie zur Abdeckung von Lastspitzen bereitgestellt werden. Wie dies bei Smartgrids geplant ist. Damit wird erstmals die wirtschaftliche Verwendung bisher ungenutzter Speicher in Notstrom-Anlagen ermöglicht.

»Die hohe Qualität der diesjährigen Einreichungen zeigt, dass die Innovationskraft der Unternehmen ungebrochen ist. Gerade in Krisenzeiten setzen Firmen auf Forschung und Entwicklung«, sagt Wahlster. Der Hermes Award wirke wie Olympisches Gold: Das motiviere die Forscher und Entwickler zu weiteren Höchstleistungen und bringe die verdiente Anerkennung bei Kollegen und Kunden - und damit letztlich auch den erwünschten Geschäftserfolg.