Digital Metal automatisiert Pulverentfernung beim Binder-Jetting-Verfahren

Digital Metal, schwedischer Anbieter im Bereich 3D-Druck von Metallkomponenten, hat eine Methode entwickelt, um die Pulverentfernung zu automatisieren und stellt diese auf der Formnext vor.

02. November 2018
In Reih und Glied: 3D-Drucker von Digital Metal.
Bild 1: Digital Metal automatisiert Pulverentfernung beim Binder-Jetting-Verfahren (In Reih und Glied: 3D-Drucker von Digital Metal.)

Das Konzept, so heißt es, sei ein erster Schritt zur vollautomatisierten Produktion in der additiven Fertigung. "Die meisten AM-Technologien weisen einen sehr niedrigen Automatisierungsgrad auf”, sagt Ralf Carlström, General Manager bei Digital Metal. „Unser Ziel ist es, das zu ändern. Mit der neuen automatisierten Produktionslinie können unsere Kunden ihre Produktivität weiter verbessern und die Produktionskosten senken. Fast alle manuell aufwendigen Arbeiten entfallen."

Der Großteil der Prozessschritte im neuen Verfahren wickelt ein Roboter ab, der praktisch alle manuellen Arbeiten ersetzt. Beim Entstauben basieren die CNC-gesteuerten Bewegungen auf den Informationen aus dem Druckprozess. Das dabei entfernte Pulver wird gesammelt und recycelt, ohne dass die Qualität der Komponenten darunter leidet. Die Produktion kleiner Produktchargen ist dadurch schneller möglich. Und auch bei fortlaufenden Produktionen werden Zeit und Geld gespart. Mit der neuen Technologie kann Digital Metal nach eigenen Angaben Produktserien von bis zu 40.000 Einzelteilen herstellen.

Bereits 2013 stellte Digital Metal seine Binder-Jetting-Technologie für die Produktion von kleinen Metallkomponenten mit hoher Dichte vor. Bis heute wurden damit über 300.000 Komponenten produziert – auch für führende europäische Unternehmen aus der Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrttechnik, die Digital Metal zu seinen Kunden zählt.

Formnext, Halle 3.0, Stand G40