DMG Mori und Technia Transcat optimieren Metall-3D-Druck

DMG Mori will den Produktionsprozess des SLM-Verfahrens optimieren und hat dafür Technia Transcat ins Boot geholt. Der Partner von Dassault Systèmes bietet spezielle Softwarelösungen an, welche den gesamten Produktionsprozess abbilden.

18. April 2018

DMG Mori sieht die Zukunft klar vor sich: eine Zukunft, in der metallische Bauteile nicht nur gedreht, gefräst oder lasergeschnitten, sondern auch gedruckt werden. Im Additive Manufacturing ist DMG Mori bereits seit 2013 mit dem Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse erfolgreich. Mit der Einbindung der Realizer-Produkte erschließt sich der Maschinenbauer den Zugang zum „Selective Laser Melting“ (SLM) und positioniert sich als erster Globaler Full-Liner für die additive Fertigung von metallischen Bauteilen. Mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Additiven Fertigung sowohl mittels Pulverdüse als auch im Pulverbett forciert DMG Mori diese Zukunftstechnologien.

Längst ist die additive Fertigung nicht mehr nur auf das Material Kunststoff beschränkt. Auch in der Serienproduktion von Metallbauteilen findet sie inzwischen Einzug. Doch mit dem sogenannten 3D-Drucken allein ist es nicht getan. Wie bei der konventionellen Fertigung mit CNC-Maschinen gilt es auch hier, einen komplexen Prozess zu handhaben, der am Ende Bauteile auswirft, die hochpräzise, qualitativ einwandfrei und standardisiert reproduzierbar sind.

Der nach eigenen Angaben weltweit größte Maschinenhersteller für zerspanende Fertigungsverfahren bietet seinen Kunden inzwischen auch Maschinen- und Prozesslösungen auf Basis der additiven Fertigung an. In einem strategischen Expert Center bündelt er die dafür notwendige Expertise. Neben seinem eigenen Know-how rund um die Zerspanung und den Prozess der Werkzeugbearbeitung bringt seine Tochtergesellschaft Realizer ihre Kompetenz als Hersteller von sogenannten 3D-Druckern mit ein. Technia Transcat fungiert künftig als Bindeglied, das Lösungen softwarebasiert implementiert, mit denen die Kunden den komplexen Prozess von Planungs- und Management- bis hin zu Fertigungsprozessen steuern können.

Seit mehr als drei Dekaden sind die Karlsruher PLM-Spezialisten Technia Transcat Reseller von Dassault Systèmes und bieten ihren Kunden die gesamte Bandbreite von Catia über Delmia bis hin zu 3D-Experience – komprimiert in einem individuell zugeschnittenen Lösungspaket.

„Wir liefern im Grunde eine Gesamtlösung. Man konstruiert das Bauteil mit Catia, managt die Produktdaten und die Zusammenarbeit mit Enovia, deckt die notwendigen Vorab-Simulationen mit Simulia ab und hat mit Delmia die virtuelle Produktionsstätte“, so Ralf Kirchheim, zuständig für Technologie- und Lösungsstrategien bei Technia Transcat. „Das bedeutet eine Bündelung von Arbeitsabläufen, Abstimmungsprozessen und Planungsvorgängen. Und das wiederum heißt, dass es weniger Übertragungsfehler gibt und das gesamte Projekt effizienter, schneller und damit wirtschaftlicher umgesetzt werden kann.“

Insbesondere spielt die Simulation beim 3-dimensionalen Drucken der Metallbauteile eine große Rolle. So lässt sich der Wärmeeintrag des Bauteils bei der 3D-Produktion bereits vorab mit Simulia vorausplanen. Letztendlich wird es damit möglich, durch entsprechende Berücksichtigung dieser Parameter sofort ein Gutteil zu drucken.

Die Zusammenarbeit mit dem branchenführenden Lösungsanbieter Technia Transcat versprach DMG Mori eine umfassende und effiziente Abdeckung aller Ansprüche und flexible Einsetzbarkeit in den unterschiedlichen Bereichen. „Gemeinsam mit DMG Mori begleiten wir die Kunden weltweit beim Aufbau ihres individuellen, wirtschaftlichen Produktionsprozesses“, so Kirchheim. „von der ersten Idee, über erste Simulationsmodelle bis hin zum serienmäßig gedruckten und einsatzerprobtem Produkt.“ In übergreifenden Expertenrunden wird dabei in Echtzeit über eine Cloud gemeinsam an Daten und Modellen gearbeitet und damit das gesteckte Ziel effizient erreicht.