DOEs in der Lebensmittelindustrie

Diffraktive optische Elemente (DOEs) werden eingesetzt, um Laserstrahlen zu teilen, zu bündeln oder in nahezu beliebige Formen zu bringen. Entsprechend vielseitig sind ihre ­Anwendungsgebiete. In der Lebensmittelindustrie werden sie zum Beispiel zur Laser­perforation verwendet.

20. März 2018

Damit Obst und Gemüse „atmen“ können und länger frisch bleiben, werden Mikrolöcher in die Verpackungen gebrannt. Je nach Lebensmittel und Material haben diese Löcher Durchmesser zwischen 50 µm und 300 µm.

Bei diesen geringen Größen kann eine gleichmäßige Perforation nur mit dem Laser garantiert werden. Die dafür verwendeten Multispot-DOEs haben den Vorteil, dass nur ein einziges optisches Element benötigt wird, um den Laserstrahl in mehrere identische Strahlen zu teilen. Die Strahlenergie wird dabei fast vollständig ausgenutzt.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen sind viele Lebensmittel heute in sogenannten Schutzatmosphären verpackt. Im Fachjargon heißt das „Modified Atmosphere Packaging“ oder kurz MAP. Dabei befindet sich in der Verpackung statt Luft ein Gas oder Gasgemisch. Am häufigsten werden Stickstoff und Kohlendioxid eingesetzt. Während bei den meisten anderen Lebensmitteln Sauerstoff als unerwünscht gilt, müssen Obst und Gemüse atmen können. Mikrolöcher machen den dazu nötigen Gasaustausch möglich, ohne dass die Schutzgase aus der Verpackung entweichen.