Dr. Markus Klaiber zu Messehighlights und Trends auf der Motek 2013

„Intelligente Greifsysteme ermöglichen vollkommen neue Anwendungen“

02. Oktober 2013

Die Motek in Stuttgart gilt als Heimspiel für Schunk mit Ihrem Markenbotschafter Jens Lehmann an der Seite. Mit welcher Aufstellung treten Sie in diesem Jahr an?

Wir spielen auf der Motek 2013 mit zwei dynamischen Sturmspitzen: dem Modulprogramm für die Highspeed-Montageautomation und dem für mechatronische Greifsysteme. Beide werden unter-stützt durch ein starkes Mittelfeld, in dem 30 Jahre Schunk-Greifer-Erfahrung gebündelt sind.

Welche neuen Spieler sind im Team?

Unsere Profis für die Hochleistungsmontage werden in diesem Jahr durch sprintstarke Speed-Module ergänzt: So setzt die Schunk Flachschwenkeinheit SRU-mini-Speed einen neuen Maßstab in punkto Taktzeit und Frequenz. In Baugröße 14 ermöglicht das rasante Modul Schwenkzeiten ab 0,48 Sekunden. Bei leichten Teilen lassen sich mit ihm über 4.000 Zyklen pro Stunde realisieren, mehr als doppelt so viel wie die konventionelle Ausführung. In Baugröße 10 sind Schwenkzeiten ab 0,27 Sekunden und bis zu 3.600 Zyklen pro Stunde möglich.

Auch bei den mechatronischen Greifern gibt es einen neuen Tempomacher: Der Schunk Kleintei-legreifer EGP 25-Speed ist der kleinste elektrische Greifer mit integrierter Elektronik am Markt. Bei einem Maximalhub von drei Millimetern dauert es nur 0,03 Sekunden bis seine Finger geschlossen sind.

Mit dem Schunk Sammelgreifer RVK wird eine Greiflösung für hochproduktive Collect & Place An-wendungen ins Spiel gehen. Er kombiniert bis zu sechs Standardgreifer aus dem Greifsystempro-gramm von Schunk und ist in der Lage, die Verfahrwege deutlich zu minimieren.

Smarte Lösungen für die Industrie 4.0 brauchen nicht nur Ausdauer, sondern auch Köpfchen. Wie weit ist Schunk auf diesem Gebiet?

Intelligente Greifsysteme, wie unsere WSG-Baureihe, ermöglichen schon heute vollkommen neue Anwendungen in der Greiftechnik. Unmittelbar nacheinander und ohne Umrüstzeiten können die leistungsdichten Module unterschiedlichste Teile mit fein dosierten Greifkräften handhaben. Damit schaffen sie die Grundlage für eine variantenreiche Handhabung und Montage in der Industrie 4.0 und sie bahnen zugleich den Weg zur druckluftfreien Fabrik.

Auch bei den pneumatischen Modulen gibt es neuartige Lösungen für mehr Kontrolle über den Greifprozess: So ermöglicht der in die C-Nut integrierbare, analoge Schunk Magnetschalter MMS-A die Abfrage beliebig vieler Greifpositionen. Mit ihm lassen sich intelligente pneumatische Pick & Place-Lösungen realisieren.

Dr. Markus Klaiber, Dipl.-Ing. (TH)

Technischer Geschäftsführer

Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar