Drahtlos und digital

Druckmanagement - Häufig sind Druckspitzen Ursache für Ausfälle von Rohrleitungssystemen bzw. hydraulischen Anlagen. Ein System zum Speichermanagement überwacht Drücke in hydraulischen Systemen zuverlässig und gibt die Daten drahtlos weiter.

09. August 2007

Druckwellen erreichen enorme Geschwindigkeiten, reflektieren an engen Biegungen und sind in ihrer Wirkung abhängig von der Ventil-Schließzeit. Vibrationen und Druckspitzen werden umweltrelevant, wenn es dadurch zu Leckagen in Leitungssystemen kommt. Auch die Geräuschemission wird durch Druckspitzen beeinflusst. Druckschwankungen im Hydrauliksystem verursachen gerade bei mobilen Arbeitsmaschinen unerwünschte Schwingungen der Verbraucher (Zylinder, Motoren) und damit von Drehwerk und/oder Lastarmen. Diese Schwingungen führen zu ruckartigen statt gleichmäßigen Bewegungen. Ursachen für Druckschwankungen in hydraulischen Systemen sind zum Beispiel Pulsationen von Pumpen oder rotatorischen Verbrauchern sowie der Einsatz von Lasthalteventilen bzw. entsperrbaren Rückschlagventilen mit nicht geeigneter Öffnungscharakteristik. Zu stark verschmutztes Hydrauliköl lässt den geforderten Druckaufbau erst gar nicht zu, die erwartete Leistungscharakteristik ist nicht mehr gegeben: Diese Aspekte sind Indiz für unzureichende Wartung oder auch falsche Auslegung des Systems. Eine hydraulische Ramme und ein Bohrgerät fordern zum Beispiel die individuelle Einstellung der Pumpenleistung. Ein Nicht-Anpassen der Leistungscharakteristik führt nicht nur zu unzureichender Systemfunktion; zu hohe Drücke lassen Leitungen und Kupplungen platzen, zu schneller Volumenstrom führt zu einer Überhitzung mit dem Risiko der Dampfblasenbildung im Hydrauliköl. ServiceJunior wireless und vor allem das Vergleichen von Messreihen lässt negative Entwicklungen im Hydrauliksystem erkennen. Rechtzeitiger Service-Einsatz und damit die geplante Instandhaltung bieten hohes Einsparpotenzial.

Längere Wartungsintervalle

Systematische Hydrauliküberwachung zeichnet aus der Beobachtung früherer Leistungsdaten und dem Vergleich mit den aktuellen Daten über einen längeren Zeitraum ein genaues Profil der Situation des Hydrauliksystems. Wenn in der Zeitreihe so gut wie keine Datenveränderung ersichtlich ist, können die Folgeüberprüfungen statt nach 500 Betriebsstunden künftig erst nach 750 Stunden erfolgen. Außerdem werden Komponenten nur dann ersetzt, wenn dies tatsächlich erforderlich ist.

Das Messsystem erfasst Druckspitzen mit einer Abtastrate von 10 ms und protokolliert diese für Langzeitüberwachungen. Die Datenaufzeichnung ist ereignisgesteuert und bietet eine Speicherkapazität für 5.000 Messwerte. Alarm- und Sicherheitsfunktionen können mit diesem Messsystem sehr einfach verwirklicht werden. Das Display ist mit Bar-Graph-, einer Schleppzeigerfunktion und Hintergrundbeleuchtung ausgestattet.

Drahtlos bis 50 Meter

Die Übertragung der Messdaten zum PC erfolgt drahtlos bei einer Reichweite von mindestens 50 m. Der fernbedienbare Service­Junior wireless ist einfach zu handhaben. Die Einstellung und Bedienung erfolgt mittels PC-Software. Mithilfe der PC-Software ›JuniorWin‹ lassen sich einfach und kostengünstig mehrere Geräte in einem Netzwerk miteinander verbinden. Das gummiarmierte Gehäuse und Schutzklasse IP 54 lassen robuste Außeneinsätze zu. Die interne Batterie sorgt für 800 h Betriebsdauer.

Reinhold Kuchenmeister/ps

Fakten:

- Der fernbedienbare ServiceJunior wireless ist einfach zu handhaben.

- Mithilfe der PC-Software »JuniorWin« lassen sich mehrere Geräte in einem Netzwerk miteinander verbinden.

- Das gummiarmierte Gehäuse und Schutzklasse IP 54 lassen robuste Außeneinsätze zu.

Erschienen in Ausgabe: 05/2007