Drastische Steigerung der Wirtschaftlichkeit

GRW Gebr. Reinfurt schafft mit neuem Kugellagerkäfig Quantensprung

12. Oktober 2010

GRW Gebr. Reinfurt GmbH & Co. KG hat den Käfig von Minitaturkugellagern revolutioniert: Mit Hilfe des innovativen Werkstoffes PAI-PTFE-cg erhöht Europas größter Produzent von Miniaturkugellagern die Lebensdauer von Kugellagerkäfigen um den Faktor fünf. Hersteller von Dentalgeräten können sich durch den Einsatz dieser Produkte mit längerer Lebensdauer nachhaltig vom Wettbewerb differenzieren.

Die Innovation des neuen Werkstoffes der GRW-Miniaturkugellager besteht darin, elektronenbestrahltes Polytetrafluorethylen (PTFE) über reaktive Extrusion an das Hochleistungspolymer Polyamidimid (PAI) anzukoppeln. Durch die homogene und dichte Verteilung des PTFE im Grundpolymer wird ein konstant niedriger Reibverlauf erreicht. Damit verbessert sich mit den so entstandenen chemischen Bindungsruppen im Gegensatz zu physikalisch gemischten Materialsystemen das Elastizitätsverhalten des Materials und der abrasive Verschleiß geht drastisch zurück. Davon profitieren Geräte aus der Dental- und der Medizintechnik, die außerordentlichen Anforderungen genügen müssen: Hohe Drehzahlen, außerordentliche Belastungen und extreme lagerinterne Spitzentemperaturen sind hier die Regel, hinzu kommen die große Beanspruchung durch Hygienebehandlungen sowie durch eine bereits nach kurzer Zeit eintretende Mangelschmierungssituation.

Die verbesserten Eigenschaften der neuen Kugellagerkäfige aus PAI-PTFE-cg hat das Entwicklungsteam von GRW in Tests nachgewiesen. Dazu wurden an einem automatisierten GRW-Turbinenprüfstand die durch den Zahnarzt auf das Bohrwerkzeug des Dentalinstruments aufgebrachten Kräfte mit einem Belastungszylinder simuliert. Das Ergebnis: Kugellagerkäfige aus PAI-PTFE-cg weisen eine fünfmal höhere Lebensdauer auf als Standardkäfige. Die deutliche Überlegenheit von PAI mit chemisch gekoppeltem PTFE zeigt sich gerade im Trockenlauf: Während Testturbinen mit Standardlagern bereits einige Minuten nach Erreichen der Leerlaufdrehzahl ausfallen, erzielen die Versuchslager mit dem neuen Käfigwerkstoff im Trockenlauf eine Lebensdauer von 10 bis 15 Stunden.