Dreifache Kombination

Antriebstechnik

Getriebemotoren – Der Einsatz von Winkelgetrieben mit Kronenradtechnik verbindet höchste Energieeffizienz mit einem ruhigen Lauf und langer Lebensdauer.

09. September 2009

Weltweit steigt die Nachfrage nach Energie, und die Energiepreise steigen langfristig massiv an. Diese Situation zwingt auch die Industrie zu mehr Energieeffizienz. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Wahl der eingesetzten Antriebslösungen. Der Getriebemotorenspezialist Zeitlauf aus Lauf bei Nürnberg hat diese Entwicklung bereits vor Jahren ernst genommen und in seine Antriebslösungen einfließen lassen. Die Basis der Entwicklungsarbeit bilden dabei die Merkmale Energieeffizienz, Laufruhe und Lebensdauer, die das Unternehmen unter dem Begriff »EQ3 Energy Intelligence« bündelt.

Hochleistung und Effizienz

Entscheidend für eine energieeffiziente Antriebstechnik ist eine hohe Leistungsfähigkeit kombiniert mit einem hohen Wirkungsgrad, die den Einsatz deutlich kleinerer Motoren mit wesentlich geringerem Energiebedarf erlaubt. So bietet zum Beispiel das Winkelgetriebe EtaCrown mit Kronenradtechnologie einen Wirkungsgrad von durchschnittlich mehr als 92 Prozent in der einstufigen Ausführung und mehr als 85 Prozent in der zweistufigen Version und benötigt deshalb für die gleiche Leistungsabgabe wesentlich weniger elektrische Energie als zum Beispiel ein entsprechendes Schneckengetriebe. Bei einer Betrachtung der Gesamtkosten über die Betriebsdauer ermöglicht das Winkelgetriebe deshalb schon im Einschichtbetrieb Kosteneinsparungen von mehr als 45 Prozent aufgrund des Einsatzes von Motoren mit kleinerer Leistung sowie kleiner dimensionierter Elektroniken und Schaltnetzteile.

Erreicht wird der hohe Wirkungsgrad der Winkelgetriebe durch die Kronenradverzahnung, bei der die Zahnräder aufeinander abwälzen anstatt zu gleiten wie bei einem herkömmlichen Schneckengetriebe, sodass der Energieverlust wesentlich geringer ausfällt. Die deutlich geringere Wärmeentwicklung erspart daneben den Einsatz teurer Abdeckungen oder Kühlvorrichtungen.

Hohes Sparpotenzial

Bei einer Förderanlage mit 20 Antrieben zum Beispiel ermöglicht der konsequente Ersatz aller herkömmlichen Schneckengetriebe durch die innovative Lösung aus Mittelfranken eine Stromeinsparung von etwa 50 Prozent und einen realen Kostenvorteil von etwa 2.500 Euro jährlich bei den Lebensdauerkosten. Weiteres Sparpotenzial eröffnen zudem die geringeren Lagerhaltungskosten wegen der symmetrischen Geometrie des Getriebes sowie durch den Wegfall eines Flanschs bzw. Aussparungen in der jeweiligen Anwendung.

Laufruhig und sparsam

Fortschrittlich sind die Getriebemotoren von Zeitlauf auch wegen ihrer außergewöhnlichen Laufruhe. Messungen im zerti?zierten Geräuschlabor bescheinigen ihnen regelmäßig beste Werte für Laufruhe und Geräuschreduzierung. Erreicht werden diese Schallleistungen durch die Kombination von intelligenter Verzahnungsauslegung und der Präzisionsfertigung der Getriebeteile. Mit dem Planetengetriebe NoiselessPlus bietet das Unternehmen deshalb eines der laufruhigsten Planetengetriebe auf dem Markt.

Langlebig und präzise

Wesentlich für die hohe Laufruhe dieser Baureihe sind die Planetenräder aus hochwertigem Kunststoff. Die Schrägverzahnung gewährleistet einen gleichmäßigen Eingriff und ermöglicht dadurch besonders hohe übertragbare Lasten. Die Herstellung der Innenverzahnung durch Stoßen gewährleistet dabei höchste Präzision. Ein Kreuzschliff in den Lagerbohrungen der Kunststoff-Planetenräder stellt sicher, dass der benötigte Schmierstoff stets optimal verteilt wird. Die Führung der Planetenräder in einem Trägerkäfig sowie dessen beidseitige Kugellagerung erlaubt die Aufnahme hoher Radiallasten und gewährleistet exzellente Laufeigenschaften selbst bei radialer Verspannung.

In Kombination ermöglichen der hohe Wirkungsgrad, der Einsatz hochwertiger Materialien als Verzahnungswerkstoff sowie der optimierte Verzahnungseingriff und hochwertige doppelseitige Lagerung der Abtriebswellen mit Kugellagern eine Lebensdauer der Getriebemotoren von mehr als 20.000 Betriebsstunden.

Thomas Horz, Zeitlauf Antriebstechnik/bt

Erschienen in Ausgabe: 5-6/2009