Dreiwege-Ventile mit zwei Antriebsvarianten

Pneumatischer oder motorischer Antrieb für Mischaufgaben und Strömungsteilung

31. Mai 2007

Die neue Baureihe der Dreiwege-Stellventile ist von Schubert & Salzer Control Systems speziell für Mischaufgaben und Regelfunktionen, wie Strömungsteilung, von neutralen, vor allem aber aggressiven Medien entwickelt worden. Bei diesen sehr kompakten Ventilen sind alle medienberührten Teile aus Edelstahl 1.4408 gefertigt und die Sitzdichtungen bestehen aus PTFE. Diese Dreiwege-Ventile werden in den Nennweiten DN 15 bis DN 32 für Mediumtemperaturen von - 30 °C bis + 200 °C angeboten. Die Anschlüsse sind als Rohrgewinde nach DIN 2999 von 1/2“ bis 1 1/4“ ausgeführt. Diese Dreiwege-Ventilbaureihe ist dank zwei verschiedener Antriebsvarianten, mit

•Motor-Ventilantrieb oder

•pneumatischem Ventilantrieb,

an jede Aufgabe optimal anpassbar.

Der Stellmotor ist mit verschiedenen Nennspannungen von 24 V AC/DC bis 230 V AC und sowohl für Regelfunktionen wie auch Auf/Zu-Schaltungen lieferbar. Der Ventilantrieb mit Regelfunktion kann auch mit Federrückstellung als Sicherheits-Feature geliefert werden. Der Motorantrieb ist in Schutzart IP65 ausgelegt.

Der pneumatische Stellantrieb ist vibrationsunempfindlich und arbeitet lage- und steuerdruckunabhängig. Für die Zuluft ist keine Instrumentenqualität nötig. Der pneumatische Stellantrieb wird über einen direkt integrierten Stellungsregler angesteuert. Stellantrieb und Stellungsregler sind „Top-Mounted“ ausgeführt, sie sitzen also zentrisch auf dem Ventil - dies ist Voraussetzung für die sehr kompakte Bauweise.

Der Stellungsregler wird über eine PC-Schnittstelle und benutzerfreundliche gra¬fische Oberfläche sehr einfach parametriert und an die jeweiligen Prozessbedingungen oder Anlagengegebenheiten angepasst. Der Pneumatik-Stellantrieb weist keine beweglichen Teile auf, die von außen zugänglich wären. So ist die Vorort-Bedienbarkeit des Stellungsreglers aus Gründen der Betriebssicherheit auf ein Minimum reduziert und beschränkt sich auf den Selbstabgleich, bei dem sich der Stellungsregler an den Ventilantrieb adaptiert wird. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Stellgröße lokal zu erzeugen, damit kann das Ventil Vorort positioniert werden, ohne dass ein Stellsignal von der zentralen Steuerung der Anlage nötig ist. Dies erhöht die Funktionssicherheit und schützt vor Fehleingriffen.

Abhängig von der Wahl der internen Aktorik, die den Ventilantrieb mit Luft versorgt, stehen drei Ausführungen des Stellungsreglers zur Verfügung: mit konventionellen Magnetventilen in 4-Leitertechnik, in innovativer AS-i Technologie und mit leistungsarmen Piezo-Ventilen in 2-Leitertechnik. Die Version in 4-Leitertechnik ist für raue Betriebsumgebungen im Maschinenbau konzipiert, da sie auch bezüglich der Qualität der eingesetzten Druckluft unsensibel ist. Die AS-i-Variante nutzt die Vorteile der anwenderfreundlichen AS-Interface®-Technologie. Speziell für die Anforderungen der chemischen Industrie, der Verfahrens- und Prozesstechnik wurde die die Piezo-Variante des digitalen Stellungsreglers entwickelt. Sie wird in reiner 2-Leitertechnik betrieben.

Durch den modularen Aufbau von Dreiwege-Ventil, Ventilantrieben und Stellungsregler kann aus diesem umfangreichen Baukastensystem für jede Aufgabenstellung eine optimierte Ventillösung konfiguriert werden.