Dritte Runde!

Deutscher Normteile Award – Wenn aller guten Dinge drei sind, muss der diesjährige Deutsche Normteile Award ein Erfolg für alle Beteiligten werden. Denn der renommierte Preis jährt sich zum dritten Mal und wird ganz sicher wieder aufregende Anwendungen mit Normteilen zutage fördern.

07. März 2017

Wenn etwas zu einer Erfolgsgeschichte wird, blickt man besten noch einmal in die Anfangszeiten. Beim Deutschen Normteile Award stand am Beginn die Faszination für die großen Möglichkeiten, die Normteile in vielen Einsatzfällen bieten können. Denn Knöpfe, Griffe, Handräder, Hebel, Rastbolzen, Schrauben, Muttern, Scheiben, Scharniere, Schaugläser, Gelenke, Verbinder oder Magnete sind in der Anwendung äußerst vielfältig.

Auf der anderen Seite – und dieses Credo zieht sich durch den gesamten Wettbewerb – leiden Normteile meist unter mangelnder Beachtung. Darum ergriffen Jürgen Heimbach von Cadenas und Axel Weber von Ganter die Initiative und gaben den vernachlässigten Komponenten eine Bühne. Dabei kamen den beiden ihre Expertise im Teilemanagement beziehungsweise bei Normteilen zugute.

In einem Konstruktionswettbewerb wandten sie sich an ihre Kunden und baten um Applikationsbeispiele, in denen ein beliebiges Normteil zu einem guten Ergebnis und einem innovativen System geführt hat. Die Berichte sollten die Grundlage für eine bessere Würdigung von Normteilen sein. Die Resonanz war sehr gut und so reifte der Entschluss, die Aktion auszubauen und den Deutschen Normteile Award ins Leben zu rufen. Mit der :K als Medienpartner und Mitveranstalter konnte es also losgehen.

Konkreter Einsatz

Angesprochen werden sollten sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen oder Abteilungen. Dies schloss von Anfang an auch wissenschaftliche Bewerber wie Studenten oder Forschungsteams von Instituten oder Universitäten ein sowie Schüler an Berufsfachschulen.

Es geht um den konkreten Einsatz in der Praxis. Wie sagt Jürgen Heimbach schon seit Jahren so schön: »Normteile haben einen Award verdient, weil man das Rad nicht zweimal erfinden muss. Es ist wichtig, die Kreativität beim Entwickeln wieder in den Vordergrund zu rücken. Norm- und Kaufteile senken dabei die Kosten massiv und entlasten den Ingenieur bei seinen Standardaufgaben.«

Bewertet wird die eingereichte Lösung von einer Jury aus den drei Veranstaltern nach verschiedenen Kriterien wie Innovation und Gebrauchswert, dem Grad der Nutzung von Normteilen in der Anwendung, dem Kostengedanken und der Variabilität, die ein Anzeichen ist für Produktivität und Marktchancen.

Neu in der Ausgabe 2017 ist der Aspekt der Einbindung in Social Media beziehungsweise das Internet generell. Im Zuge dessen gibt es darum die Möglichkeit, die Bewerbung über die Partcloud von Cadenas hochzuladen. Das soll die zeitgemäße Ausrichtung des Projekts auf neue Gewohnheiten und Trends zeigen.

Und so heißt es traditionell auf der Motek alle zwei Jahre: »And the Winner is …«. Zweimal drei Gewinner konnten schon glücklich in die Kamera schauen und die sehenswerten Geldgewinne in Empfang nehmen. Es ist also ein Ansporn gegeben, selbst teilzunehmen – Details siehe Kasten. Der Andrang an Kandidaten dürfte nicht zu klein sein, denn die Teilnehmerzahlen haben sich in den vergangenen Runden jeweils verdoppelt.

Im Rahmen des Deutschen Normteile-Awards (DNA) suchen die Initiatoren Ganter, Cadenas und die Fachzeitschrift :K zum dritten Mal aussagekräftige Anwendungsbeispiele aus der Industrie, die sich durch konsequente, innovative und wirtschaftliche Nutzung von Norm-und Kaufteilen deutlich von der Konkurrenz abheben.

Erschienen in Ausgabe: 02/2017