Drivesets in 3D

Die dreiachsigen Drivesets-Linearroboter von Systec lassen sich ab sofort auch ohne direkten Zugang zur Hardware programmieren. Der Automationsspezialist aus Münster hat dazu eine Software entwickelt, mit der sich die Bewegungsabläufe der Positioniersysteme direkt am Computer-Bildschirm programmieren und visualisieren lassen. Auf diese Weise können Programme vorbereitet und dann in die Steuerung eines Drivesets-Linearroboters übertragen werden.

04. November 2015

Interessierte Anwender können den so genannten »Virtuellen Drivesets-Koffer« auf der Internetseite des Herstellers bestellen. Nach der Installation der Windows-Software steht die Entwicklungsumgebung MotionBasic IDE zur Verfügung, zusätzlich starten das Programm »Xemolator«, das die Funktionen einer Systec-Xemo-Steuerung simuliert, sowie ein 3D-Visualisierungstool, das das Rendering einer dreiachsigen Drivesets-Kinematik anzeigt.

Eine mitinstallierte Schnellstartanleitung erläutert, wie das auf der CD enthaltene Beispiel-Programm programmiert wird. Alle Kommandos der voll funktionsfähigen Entwicklungsumgebung werden auf ein virtuelles Driveset in Form eines CAD-Renderings übertragen. Auch digitale Ausgänge können gesetzt und deren Aktivierung im Xemolator angezeigt werden. Auf diese Weise können Programme vorbereitet und dann in die Steuerung eines Drivesets-Linearroboters übertragen werden.

Mit der Lösung lassen sich unter anderem bei Messanwendungen die Umrüstzeiten für ein Driveset beispielsweise deutlich verringern. Auch für Planungs-, Schulungs- und Ausbildungszwecke ist die 3D-Visualisierung hervorragend geeignet. In Zukunft möchte der Hersteller auf Wunsch zu jedem bestellten Driveset die 3D-Visualisierung des tatsächlich bestellten Bewegungssystems mit den konkreten Achslängen und Arbeitsräumen als CAD-Version für den Xemolator zur Verfügung stellen.

Den »Virtuellen Drivesets-Koffer« präsentiert Systec unter anderem vom 4. bis 6. November auf der Maschinenbau-Zuliefermesse FMB in Bad Salzuflen in Halle 20, Stand H1.