Druck unplugged

Sensorik

Drucktransmitter – Die industriellen Drucktransmitter der Keller AG für Druckmesstechnik nutzen die bequeme Speicherung und Übertragung von Daten per RFID und beschleunigen oder vereinfachen Prozesse grundlegend.

18. März 2016

Die Gewinnung, Verarbeitung und Übertragung von Daten stellt die Betreiber von Maschinenaufgaben und Anlagen in der gesamten industriellen Landschaft oft vor sehr schwierige Aufgaben. Vor allem, wenn diese Vorgänge über lange Wege zu gewährleisten sind und es um notwendige Dinge wie Wartung oder Reparatur geht. Als weltweit einer der ersten Hersteller hat jetzt die Keller AG für Druckmesstechnik aus der Schweiz das Potenzial von Nahfunktechnik in Kombination mit industriellen Drucktransmittern für solche Situationen erkannt

Die passiven Drucktransponder der Serie 21 D RFID sind dank ihrer energietechnischen Unabhängigkeit ohne Wartung unbegrenzt nutzbar. Der Vorzug und das hervorstechende Merkmal dieser Sensorikkomponenten ist der integrierte Datenlogger, welcher mit einer langlebigen Spezialbatterie betrieben wird. Die Energieversorgung zur Übertragung der Messwerte erfolgt in beiden Fällen drahtlos über die RFID-Schnittstelle. Die Einsatzmöglichkeiten der hermetisch dichten Drucktransponder sind unter anderem in mobilen Systemen und in ausgedehnten Anlagen sowie als Ersatz herkömmlicher Zeigermanometer zu sehen.

Die Drucktransponder der Serie 21 RFID basieren auf den extrem robusten und langzeitstabilen Keller-Drucktransmittern der Serie 7 LD. Die Transponder liefert der RFID-Spezialist Microsensys. Der sonst übliche Stecker für elektrische Anschlüsse wird bei dieser Komponente durch einen vergossenen RFID-Transponder in schlagfestem Kunststoff ersetzt, alle medienberührenden Teile bestehen aus Edelstahl. Somit sind die Drucktransponder gegen Umwelteinflüsse und Vandalismus gefeit.

Mit einem RFID-Reader lassen sich die Messwerte bequem auslesen und per USB direkt auf einen Laptop übertragen. Alternativ ist der Einsatz eines batteriebetriebenen Pocket-Readers möglich, der die Messdaten anzeigt, im Speicher ablegt und als XML-Datei zur Übertragung via USB zur Verfügung stellt.

Zusätzlicher Datenlogger

Die Drucktransponder der Serie 21 DC für »DataCollector« bieten neben den Vorzügen der Serie 21 D zusätzlich einen integrierten Datenlogger. Eine fest eingebaute Spezialbatterie mit einer Lebensdauer von bis zu zehn Jahren garantiert die zuverlässige Stromversorgung.

Die Wertepaare für Druck und Temperatur registriert der Datenlogger in Intervallen zwischen zehn Sekunden und 255 Minuten. Je nach Konfiguration stoppt der Messbetrieb bei einem vollen Speicher von 2.048 Messungen, überschreibt bestehende Daten im Ringbetrieb oder initiiert einen Schlafmodus. Die Konfiguration und das Auslesen erfolgen wie beim Drucktransponder mittels RFID, das schont also die Batterie.

Naheliegende Anwendungen für die RFID-Drucktransponder sind dort zu finden, wo aufgrund von Vereisung, Vibration, Feuchte oder Verschmutzung vom Einsatz mechanischer Manometer abzuraten ist. Dank der frei zu vergebenden Messstellenbezeichnung und der drahtlosen Übertragung sind Ablesefehler und Verwechslungen der Messdaten im Gegensatz zur handschriftlichen Datenerfassung ausgeschlossen.

RFID-Drucktransponder sind besonders vorteilhaft bei der Überwachung ausgedehnter, druckhaltender Anlagen. Das können Chemieanlagen, Kälteanlagen sowie große Gebäudekomplexe oder Werkhallen sein. Nahe verwandt ist die Verwendung zur gelegentlichen Überwachung von Druckbehältern sowie zur Prüfung druckfester Komponenten, beispielsweise im Wareneingang. Die robuste, kompakte und unscheinbare Bauform der Serie 21 D(C) RFID erlaubt die Überwachung des Hydraulikdrucks an der Baggerschaufel ebenso wie an Spannfuttern.

Für Absolutdruck-Messungen sind acht Druckmessbereiche von 3 bis 1.000 bar lieferbar. Das Gesamtfehlerband ist bei industrieüblichen Betriebstemperaturen von 10 bis 80 Grad Celsius mit ±0,7 Prozent des totalen Fehlers spezifiziert. Ein Temperatursensor ermöglicht zusätzlich die Beobachtung der Medientemperatur. Dank dieser Eigenschaften sollen sich die RFID-Drucktransponder der Baureihe 21 D(C) RFID ideal für ortsnahe Messungen in Motorenprüfständen und Windtunneln eignen. Keller und Microsensys gehen aber davon aus, dass sich mit der Markteinführung der Bauteile in industrietauglichen Edelstahlgehäusen weitere Applikationen ergeben. mk

Auf einen Blick

Der 21 DC RFID

- Extrem robust gegen Umwelteinflüsse.

- Ultrakompaktes Edelstahlgehäuse.

- Hochgenau, langzeitstabil, hysteresefrei.

- Zusätzlich zum präzisen Druckwert ist auch die Temperatur abrufbar.

- Druckbereiche von 3 bar bis 1.000 bar.

- Frei programmierbare Messstellennummer mit acht Stellen alphanumerisch.

Erschienen in Ausgabe: 02/2016