Drucken ohne Umwege

Das kalifornische Unternehmen 3DPrinterOS bietet das Management von 3D-Drucken über ein cloudbasiertes Tool an. Kopieren von 3-Modellen über Netzwerke oder Versand per E-Mail sollen dadurch der Vergangenheit angehören.

11. August 2016

Das Startup 3DPrinterOS mit Hauptsitz in San Francisco und Entwicklungszentrum in Tallinn (Estland) stellt ein cloudbasiertes Tool bereit, mit dem sich Ausdrucke auf 3D-Druckern in Netzwerken verwalten lassen. Der Name des Unternehmens bedeutet "Betriebssystem für 3D-Drucker", und als solches ist die Software vorgesehen. Die Software soll ermöglichen, eine Vielzahl von 3D-Druckern zu überwachen und die Druckaufträge bestmöglich auf die Maschinen zu verteilen. Auf dieses Weise erhalten die Nutzer schneller ihre Teile, und die Auslastung der Drucker wird verbessert, was letztlich die Kosten pro Teil senken soll. Die Software verfügt über eine Rechteverwaltung und IP-Kontrolle, das heißt Administratoren können den Zugriff auf bestimmte IPs begrenzen. Sie soll die Bedienung der 3D-Drucker vereinheitlichen und die Einbindung in Workflows erleichtern. Ziel ist eine "vernetzte Fabrik" für 3D-Druck.

Neueste Errungenschaft ist die Integration in vier namhafte CAD-Systeme. Hierbei kooperiert 3DPrinterOS mit Dassault Systèmes (SolidWorks), Siemens PLM (Solid Edge) sowie für cloudbasierte CAD-Systeme mit Autodesk (Fusion 360) und Onshape. Bei SolidWorks und Solid Edge wird die Integration über Plug-ins durchgeführt, die beim Anbieter zum Download ausliegen.

Das Preismodell basiert auf gestaffelten Features, ohne dass Druckaufträge gezählt werden. Ein Basisaccount ist kostenlos. Der bietet immerhin schon STL-Bearbeitung, Versionierung in Projekten, "Slicing", Fernüberwachung des Druckers, Dateiupload und Starten des Drucks. Ein Premiumaccount für 200 USD pro Jahr und Benutzer bringt wichtige Zusatzfeatures wie gemeinsame Nutzung von Druckern, gemeinsame Arbeit in Projekten mit gestaffelten Rechten und eine Druckerwarteschlange. Für Hochschulen und Unternehmen bietet 3DPrinterOS Zusatzleistungen wie Berichte, APIs und erweiterten Support zu individuellen Bedingungen an.