Drucken statt formen

Prototypenbau von Feingussteilen

17. Juni 2010

Ein kostensparendes Verfahren zur Herstellung von Prototypen und Kleinstserien im Contura- und Feingussverfahren hat der Stahlgussexperte Schmolz+Bickenbach aus Krefeld entwickelt. Ausgangspunkt des Verfahrens ist die Herstellung eines Guss-Modells mit einem 3-D-Drucker anstelle der Herstellung eines Wachsmodells mit Hilfe von Spritzwerkzeugen und einer Wachspresse mit aufwendig hergestellten Negativformen.

Bei dem neuen Verfahren werden die Modelle direkt aus CAD-Daten Schicht für Schicht aufgebaut. Dieser Arbeitsschritt erfordert – je nach Größe des Teils – lediglich zehn bis 24 Stunden und reduziert zudem die Produktionskosten, weil keine teuren Werkzeuge amortisiert werden müssen. Das Verfahren ermöglicht damit auch beim Prototypenbau nachträgliche Änderungen des ursprünglichen Entwurfs ohne aufwändigen Werkzeugbau.

Stattdessen werden die CAD-Daten einfach angepasst und ein überarbeitetes Modell gedruckt. Der 3-D-Druck erlaubt komplexe Geometrien, Hinterschneidungen, dünne Wandstärken und feine Strukturen. Zudem lässt sich die Oberfläche des Prototypen nachträglich bearbeiten.