Duran Borosilikatglas 3.3

Borosilikatglas als technische Komponente in der Konstruktion

09. Juli 2010

Unter dem Markennamen Duran verbirgt sich ein Glas mit einzigartigen Materialeigenschaften. Auch wenn das spröde Glas auf den ersten Blick als Maschinenkomponente ungeeignet erscheint, findet es immer weitere Einsatzfelder im Maschinen- und Anlagenbau.

Zu den überzeugenden Eigenschaften zählen eine sehr gute chemische Beständigkeit (HGB 1, S1, A2), nahezu inertes Verhalten, eine hohe Gebrauchstemperatur (bis zu 450°C), eine minimale Wärmeausdehnung sowie eine hierdurch bedingte hohe Temperaturwechselbeständigkeit.

Konstruktiv kann sich das Material aufgrund hochpräziser Fertigungsmethoden in die engen Toleranzanforderungen der Metallindustrie nahezu unbedenklich einreihen. DURAN in zylindrischer oder konischer Form oder als gepresste Komponente findet vielfältig Anwendung.

Wichtige Applikationen finden sich zum Beispiel im Anlagenbau der Abfüllindustrie. Hier überzeugt DURAN durch seine chemische Resistenz beim Abfüllen aggressiver Lösungen sowie aufgrund der Präzision im Innendurchmesser, die eine exakte Kolbenführung erst ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ergibt sich hier von selbst: die Transparenz des Materiales, um den Prozess beobachten zu können.

Die Fertigung von laminierten starkwandigen Rohren aus DURAN ist weltweit einzigartig. Diese werden beispielsweise in der HPLC- Chromatographie eingesetzt, um erhöhtem Innendruck standzuhalten.

In der Analysentechnik finden kalibrierte Konen aus DURAN ihre Anwendung. Der Glaskonus definiert hierbei den Volumenstrom der Luft, um definierte Probenvolumina der Luft für die spätere Analyse entnehmen zu können. Das inerte Verhalten von DURAN sowie der Vorteil der Transparenz prädestinieren das Borosilikatglas auch für diese Applikation.