Durchsichtig und zäh Objet Geometries

CAD CAM

3D-Druckmaterialien – Die Seriennähe eines 3D-gedruckten Prototypen steht und fällt mit den verfügbaren Materialien. Objet bietet jetzt gleich vier neue Materialien.

30. März 2012

3D-Druckmaterialien – die Seriennähe und Einsetzbarkeit eines 3D-gedruckten Prototypen steht und fällt mit den verfügbaren Materialien. Objet setzt seit geraumer Zeit auf eine sehr breite Materialauswahl, die jetzt nochmals erweitert wurde.

Objet hat jetzt das neue Objet VeroWhitePlus auf den Markt gebracht – ein Material, das eine hohe Formstabilität bietet, also seine ursprünglichen Abmessungen beibehält, wenn es Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt ist. Dies ist eine unentbehrliche Eigenschaft für Passform- und Formprüfungen, da es schwierig oder sogar unmöglich ist, präzise geformte Teile zusammenzusetzen, wenn sich das Modell auch nur leicht verzieht.

Das neue Material Objet VeroClear ermöglicht Prototypen mit ähnlichen optischen Eigenschaften wie PMMA, ein häufig verwendeter Glasersatz, wenn es um geringes Gewicht und Splittersicherheit geht und wenn Brechungsfaktor und Lichtdurchlässigkeit mit den Eigenschaften von normalem Glas vergleichbar sein sollen. Dieses Material wird häufig für Lampenabdeckungen und Gehäuse sowie für glasähnliche Elemente in den Bereichen Konsumgüter, Unterhaltungselektronik und Kosmetikverpackungen eingesetzt.

Das neue ABS-ähnliche Digital Material RGD5160-DM weist eine Temperaturbeständigkeit von 65°C direkt nach dem Druck und von 90°C mit thermaler Nachbehandlung sowie eine hohe Belastbarkeit von 65–80 J/m auf. Dies ist vergleichbar mit Standard-ABSKunststoffen, und die Belastbarkeit ist dreimal so hoch wie die des Objet VeroGray-Materials. Dieses Photopolymer ist im Prinzip ein »digitaler Verbundstoff«. Es wird durch das gleichzeitige Spritzen von zwei Materialien aus dem Inkjet-ähnlichen Druckkopf der Objet-Drucker hergestellt und ist sowohl sehr temperaturbeständig als auch sehr belastbar. Aufgrund der hohen Schlagfestigkeit des Materials können Anwender unter anderem Baugruppen mit Schnappverbindungen simulieren oder auch Modelle mit Scharnieren, die wiederholt geknickt und gebogen werden.

Das neue hitzebeständige Material RGD525 vereint eine hervorragende Oberflächenbeschaffenheit mit einer Temperaturbeständigkeit von 65°C direkt nach dem Druck bzw. 80°C nach einer kurzen thermalen Nachbehandlung im Ofen. So lassen sich auch Tests mit heißem Wasser oder heißer Luft durchführen.

Mit den neuen Materialien macht Objet einen weiteren Schritt auf dem Weg zu immer seriennäheren Prototypen. z

-Objet Geometries verfügt über mehr als 110 eingetragene Patente und Patentanmeldungen im Bereich Inkjet-basierter 3D-Drucktechnologie sowie mehr als 60 flüssige Photopolymer-Materialien auf Acrylbasis, die mit UV-Licht gehärtet werden können. Diese Materialien werden mit Hilfe spezieller 3D-Druckmaschinen mit Inkjet-Druckköpfen verarbeitet, die denen normaler Drucker gleichen.

Inkjet-basierte 3D-Druckverfahren bieten hochauflösende, detailgetreue Teile und die Möglichkeit, fertige Modellbaugruppen direkt zu drucken. Außerdem erhalten Konstrukteure und Ingenieure die Möglichkeit, die Form und Passform der geplanten Teile genau zu simulieren. Dank einer neuen Auswahl an Materialien, die technische Kunststoffe sehr gut simulieren, sind jetzt auch realistische Funktionsprüfungen möglich.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012