Effiziente Struktur

Industrieelektronik

Netzwerke – Unternehmen brauchen heutzutage übergeordnete und intelligente Netzwerksysteme, um mit den Anforderungen der Zukunft Schritt zu halten. Vorrangige Ziele sind Kostenreduktion und Effizienzsteigerung.

30. März 2012

Wenn Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen sie Kosten senken und auf mehr Effizienz bedacht sein. Das ist auf hohem Niveau nur mit intelligenten Netzwerken möglich. In Logistik, Produktion, Energieversorgung oder im Individualverkehr kann intelligentes Management von Daten, Signalen und Energie zur Erfüllung der wichtigen Ziele führen. Bisherige Kommunikationsmittel genügen den Erwartungen nach zeit- und ortsunabhängigen Daten- und Informationszugriffen nicht mehr.

Die Globalisierung fordert neue Systemkonzepte, und die Netzwerkinfrastruktur wird zunehmend zu einem aktiven eigenständigen Element, das die Prozesse aktiv unterstützt und Systemschranken fallen lässt. Hochempfindliche Sensorik, RFID, intelligente Switche zur Steuerung des Datenverkehrs, smarte Analyse- und Visualisierungssoftware und leistungsfähige Netzwerkkomponenten sind dabei Schlüsseltechnologien, die intelligent verbunden werden müssen. Die Harting Technologiegruppe aus Espelkamp stellt sich mit ihrer Smart Network Infrastructure dem Ruf nach mehr Effizienz und damit den neuen Vorzeichen des Informationszeitalters. »Wir messen unsere Innovationen daran, inwieweit sie die Effizienz in den Prozessen unserer Kunden steigern.

Diese Idee der Effizienz treibt uns voran. Sie verbessert die Energiebilanz, führt zur ökonomischeren Nutzung von natürlichen Ressourcen und hilft, die Emission von Treibhausgasen zu verringern«, erklärt Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks der Harting Technologiegruppe. Bei der Smart Network Infrastructure sind Daten- und Signalnetzwerke mehr als eine reine Konfiguration und Kombination von passiven Komponenten, nämlich ein funktionskritischer Bestandteil moderner Prozessketten. Die lokale und regionale Infrastruktur wird unabhängiger von den Nutzern und ist Bestandteil der Umwelt.

Die smarte Netzwerkinfrastruktur ist ähnlich dem Straßenverkehr aufgebaut, in dem Ampeln auf grüne Welle geschaltet werden oder Blaulicht für ein bevorzugtes Durchkommen sorgt, Wegekosten anfallen, Zeiten starker Nutzung mit Zeiten schwacher Auslastung abwechseln. Priorisierte Datenpakete von Überwachungssensoren müssen in Echtzeit die langsamen Massendaten eines Downloads überholen können. Zudem muss es möglich sein, Bandbreitenengpässe durch dynamisches Routing zu umgehen und eine nachvollziehbare, nutzungsabhängige Abrechnung abzubilden. »Dynamischer regelbasierter Daten- und Signaltransport innerhalb eines smarten Netzwerks ist damit eine Schlüsseltechnologie für die moderne Kommunikation«, sagt Philip Harting.

Konsequent weitergedacht, gelte dieses Modell für alle drei Lebensadern der Prozesse: Daten, Signale und Power. In dem Maße in dem die Power durch neue Energiekonzepte zu einer gemanagten Ressource und nicht mehr als unendlich verfügbare, den Prozess nicht limitierende Grundlage angesehen wird, ist eine Integration in das Prozessmanagement notwendig. Für diese Zwecke hat Harting unlängst ihr Smart Power Networks vorgestellt, als wichtigen Bestandteil der komplexeren Smart Network Infrastructure. »Damit haben wir ein Konzept entwickelt, das durch Nutzung der Netzwerkinfrastruktur zur Verbrauchserfassung und Auswertung die Energieeffizienz in den Fabrikanlagen unserer Kunden steigert«, ist sich Philip Harting sicher.

Das smart Power Networks System von Harting zur Steigerung der Energieeffizienz besteht aus der smartPN-Unit, der Applikationsverkabelung, den Steckverbindern und der Applikationssoftware, die den smartPN-Viewer mit einem Service zum Bereitstellen und Speichern der Daten enthält. Zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz hat Harting die smart Power Networks-Technologie in die Smart FactoryKL eingebracht. Als Ergebnis steht ein konvergentes Netzwerk, das Daten- und Netzwerkinfrastruktur umfasst.

Mit ihrer neuen Anschlusstechnik Ha-Vis prelink bietet Harting einen universellen Anschluss im Netzwerkbereich, der alle Applikationen abdeckt. Den neuen achtpoligen M12-Steckverbinder, der für 10-Gigabit-Applikationen geeignet ist, können Anwender so auch an konventionelle Industriekabel für Fast Ethernet anschließen. Damit eignet er sich für viele Einsatzbereiche vom Roboter bis zur Gebäudeverkabelung.

Auf einen Blick

smartPN-Units

-Sind Bestandteil der Netzwerkinfrastruktur.

-Stellen die Energieverbrauchsdaten auch anderen Unternehmensapplikationen, zum Beispiel einem Energiemanagementsystem, zur Verfügung.

-Ermöglichen Rückwirkungen in Prozesse.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012