»Ein Muss für die Branche«

Blickpunkt

Fragen an Steffen Hönlinger Sicherheitstechnik ist unverzichtbar für Automatisierung und darum sieht der Marketingleiter von Schmersal die Automatica als den Branchentreff schlechthin.

04. Mai 2012

Herr Hönlinger, warum kommt Schmersal alle zwei Jahre nach München zur Automatica? Was macht die Messe aus?

Die Automatica ist eindeutig der Branchentreff der Robotik und Handhabungstechnik. Viele unsere Kunden sind sogar als Aussteller dort. Für uns ist die Automatica somit ein »Muss« – und eine Messe der kurzen Wege.

Welche Schnittmengen zum Thema Sicherheit finden Sie auf der Messe wieder?

Jeder Arbeitsplatz an automatisierten Anlagen muss mit Komponenten und Systemen der Maschinensicherheit ausgerüstet werden. Es gibt buchstäblich keinen Maschinen- und Anlagenhersteller auf der Automatica, der ohne Sicherheitstechnik auskommt.

Wie wichtig ist Sicherheit in der Automatisierung heutzutage?

Sie ist heute schon sehr wichtig und wird künftig noch an Bedeutung gewinnen. Denken Sie nur an neue Konzepte der »Kobots«, die dem Menschen buchstäblich zur Hand gehen. Hier sind intelligente Sicherheitskonzepte gefragt, mit denen wir uns schon seit Jahren beschäftigen. Namhafte Roboterhersteller nutzen unsere Lösungen.

Mit welchen Highlights will Schmersal die Besucher 2012 ansprechen?

Wir zeigen neue Sicherheits-Kompaktsteuerungen, die sich ohne Programmierung an den Anwendungsfall anpassen lassen, eine Generation von Sicherheitssensoren mit integrierter RFID-Technik und multifuktionale Sicherheits-Lichtvorhänge, die sich perfekt für die Absicherung von Einlegestationen an Montageanlagen oder für die Zuführung zu Robotersystemen eignen.

Was wird es 2014 Neues an Ihrem Stand geben?

2014 wird die Sicherheitstechnik verstärkt in die Software integriert sein und es wird vermehrt Arbeitsplätze geben, bei denen Mensch und Roboter ohne trennenden Schutzzaun zusammenarbeiten.

Wir bieten heute schon Sicherheitssteuerungen für solche Anwendungen und werden 2014 zum Beispiel neue Generationen von sicherheitsgerichteter Sensorik vorstellen, mit deren Hilfe sich der Roboter sicher im Raum bewegen kann.

Die Fragen stellte Michael Kleine

Zur Person

Steffen HönlingerNach Stationen in der chemischen Industrie ist er seit über zehn Jahren in leitender Funktion aktiv im Bereich der Automatisierung, unter anderem bei den marktführenden Unternehmen Euchner und Schunk. 2010 hat er die Position als Leiter Marketing von Schmersal in Wuppertal übernommen.

K.A. Schmersal GmbH

Die Schmersal Gruppe bietet als einer der führenden Anbieter in der Sicherheitstechnik ein umfassendes Sortiment von Sicherheitsschaltgeräten und -systemen. Sie ist in rund 50 Nationen mit eigenen Tochtergesellschaften oder Vertriebspartnern präsent, fünf Produktionsstätten in Deutschland, Brasilien, Indien und China versorgen die Kunden in der gesamten Industrie.

Die Schmersal Gruppe beschäftigt weltweit rund 1.250 Mitarbeiter und gehört in den Kerntechnologien wie der sicherheitsgerichteten Steuerungstechnik und der Sicherheitssensorik nach eigenen Angaben zu den Kompetenzführern.

Erschienen in Ausgabe: 03/2012