Ein rundes Paket

Laser-Metall-Sintern von Weihbrecht

11. April 2007

Die Weihbrecht Lasertechnik GmbH hat mit dem Laser-Metall-Sintern (Lasercusing) ein neues Produkt präsentiert, das insbesondere für Unternehmen aus dem Werkzeug- und Formenbau eine schnelle und wirtschaftliche Lösung darstellt. Gerhard Weihbrecht, geschäftsführender Gesellschafter der Weihbrecht Lasertechnik GmbH, berichtet: „Durch den Laser wird einkomponentiger metallischer Pulverwerkstoff schichtweise verschmolzen und ermöglicht somit eine beliebige Formgebung. Nach der 3D- Konstruktion kann das Werkstück aus dem 3D-Datensatz nahezu über Nacht gefertigt werden.“

Zu den Vorteilen des Laser-Metall-Sintern gehören:

• Herstellung ohne Werkzeuge

• kurze Durchlaufzeit

• freie Anpassung der Kühlkanäle an die Kontur

• beliebige Querschnitte und Formgebung (rund, oval, etc.)

• komplexe Geometrien mit Hinterschneidungen möglich

• kurze Fertigungszyklen bei Geometrie-Veränderungen

• potentielle Fertigungsmethode für Kleinserien

• bis zu 30% geringere Zykluszeit beim Spritzgießen.

Die Mischbauweise hat sich im Übrigen speziell im Werkzeug- und Formenbau als die schnellste und wirtschaftlichste Lösung erwiesen. Hierbei wird der Grundkörper frästechnisch vorbearbeitet und anschließend durch Laser-Metall-Sintem (Lasercusing) in Hybridbauweise die formgebende Restgeometrie inklusive Kühlkanal aufgebracht. Die typische Schichtdicke beim Metall-Laser-Sintem beträgt 50 um. Eine speziell entwickelte Belichtungsstrategie ermöglicht das verzugsarme Generieren auch von massiven und großvolumigen Bauteilen. Ein variabler Fokusdurchmesser garantiert trotz der Abbildung feinster Kavitäten einen schnellen Bauteilaufbau. Die Material-Eigenschaften der Bauteile aus der Anlage entsprechen ohne Nachbehandlung dem Originalmaterial vor der Verdüsung.

Die Schichtdicke beim Generieren liegt bei 25- 100 pm, der Strahldurchmesser beträgt 0,2 mm. Die erreichte Genauigkeit liegt bereits bei +1-50 pm, während der Bauraum 300 x 300 x 280 mm (X, Y, Z) beträgt. Als Werkstoff kommt Warmarbeitsstahl für das Kunststoffspritzgießen 1.2343 (bzw. CL5OWS & CL5IWS) zum Einsatz. „Die generierten, fast 100%-ig dichten Bauteile, die in ihren Materialeigenschaften dem Originalwerkstoff in nichts nachstehen, werden schon vielfach unter Original-Bedingungen eingesetzt. Zum Beispiel im allgemeinen Werkzeug- und Formenbau, für Druck- und Spritzgusswerkzeuge, im Maschinenbau sowie im Fahrzeug- und Anlagenbau bei Prototypen bzw. als Ersatzteile für Maschinen,“ ergänzt Gerhard Weihbrecht.