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IEF-Werner

Ein vielfältiger Kosmos

Es ist erstaunlich, welchen Output ein Unternehmen wie IEF-Werner bringen kann. Das Angebot hört gefühlt gar nicht mehr auf …

13. November 2018
Die Verstelleinheiten der Marke Domiline sind sehr vielfältig und bilden die Basis des Angebots. (Bild: © IEF-Werner)

Ein Unternehmen lernt man am besten durch sein Sortiment kennen. Und da gibt es gerade bei vermeintlich kleineren Vertretern oftmals extrem viel zu sehen. Ein gutes Beispiel ist IEF-Werner aus Furtwangen. Ulrich Moser, Leiter Marketing und Vertriebscontrolling, führt Schritt für Schritt durch die Welt des Lineartechnikspezialisten und fängt bei der Strategie an: »Wir sind nach wie vor Komponentenhersteller für die Automatisierung und so treten wir auch auf. Wir wollen nicht in Konkurrenz zu unseren Kunden treten, die meistens Maschinenbauer sind. Aber wir bauen aus unseren Komponenten Komplettanlagen für die Palettierung und verfügen hier über das umfangreichste Produktprogramm im Markt.«

Die Gewichtung der Komponenten und Anlagen liegt bei IEF-Werner im Idealfall bei 50/50. Ein Teil jeder Maschine ist aber auch eine Komponente, darum variiert die Verteilung manchmal.

»Wir sind bekannt dafür, Dinge zu bauen, die andere nicht können.«

— Ulrich Moser, Leitung Marketing und Vertriebscontrolling, IEF-Werner

Vom Kleinen zum Großen

Das Angebot beginnt im Kleinen: »Am Anfang stehen unsere Verstelleinheiten der Marke Domiline in Breiten von 30 bis 120 Millimeter und bis 100 Millimeter Hub.« Zu den Verstelleinheiten gibt es manuelle Drehversteller ohne oder mit Hohlwelle, um Kabel durchzuführen oder für Kameras. Zum Domiline Programm bietet IEF-Werner mechanische oder elektronische Positionieranzeigen als Erweiterung an. »Eine Achse kostet ab 170 Euro und damit machen wir einen Umsatz im siebenstelligen Bereich. Das geht dann in größere Stückzahlen«, berichtet Moser. »Drehversteller und Handversteller liefern wir auch mit Motor. Wir bieten Ausführungen von klein bis groß in sechs Varianten, vom kleinen Miniturn mit 62 x 62 Millimeter Kantenmaß bis zu welchen mit 300 Millimetern, auch NC-gesteuert mit programmierter Position.« Integriert sind ein Riemengetriebe und in der Regel ein Servomotor.

Positioniersysteme mit Spindeln für hohe Lasten, mit Zahnriemenantrieb für große Hübe bis 6.500 Millimeter und Direktantriebe für hohe Geschwindigkeiten sind ebenfalls erhältlich. Von IEF-Werner gibt es darüber hinaus Linearachsen mit zwei Riemen und zwei Motoren, so können zwei Schlitten separat laufen und im selben Arbeitsbereich auf einer Achse miteinander arbeiten – Kollisionsschutz inklusive.

Ein Geschäftsbereich sind die Servopressen der Marke aiPress. »Mit unserer Presse können wir kleinste Bauteile als auch massive Komponenten zu einer Baugruppe verbinden«, erklärt Moser. »Unsere Servopressen lassen sich optimal einstellen und haben alles notwendige Zubehör an Bord.«

Systeme im Fokus

Alles Weitere sind Systeme – zum Beispiel zum Radmessen, Palettieren oder auch für Transportaufgaben in der Maschinenverkettung. »Zudem bauen wir weitere Komponenten wie Strecken, Kurven, Weichen, Handarbeitsplätze sowie Aushub- oder Drehstationen«, sagt der Marketingleiter. »Und wir können außerdem auch große Portalsysteme mit zwei X-Achsen, einer Y-Achse quer und auch einer Z-Achse erstellen. Wir integrieren Direktantriebe für hohe Beschleunigungen sowie Auslegerachsen, auch mit jeder Art von Greifern.«

IEF-Werner folgt dem Bedarf seiner Kunden und diese fordern immer häufiger komplette und einbaufertige Systeme und reduzieren über diese Maßnahme ihren Betriebsmittelbau. »Wir übernehmen die Inbetriebnahme vor Ort. Das erhöht den Aufwand, aber wir haben uns darauf eingestellt und können das. Hier unterscheiden wir uns von unseren Wettbewerbern. Die sind oft viel größer, können aber nicht so flexibel und individuell reagieren«, kommentiert Ulrich Moser.

Der Kunde bekommt, was er möchte. Zuerst die Linearachse, dann einen Motor, fertig verkabelt mit Endschalter und fertig konfektioniert mit Energieführung und am Ende auch inklusive Steuerung. Der Servoverstärker ist komplett konfiguriert.

Auf Wunsch alles inklusive

»Bei Bedarf liefern wir auch den Schaltschrank und das Kabel aus eigener Fertigung dazu. Wenn der Kunde eine Länge von 3.540 Millimetern benötigt, bekommt er die. Hinzu kommt dann noch die Schutzumhausung samt Gestell«, sagt Ulrich Moser. Daraus entsteht ein komplettes Pick-and-Place-System, fix und fertig vorjustiert. Das Team von IEF-Werner kann die Anlage auch programmieren, der Anwender muss sie nur entsprechend teachen.

»Wir sind bekannt dafür, Dinge zu bauen, die andere nicht können. Wir versuchen immer, eine Lösung herbeizuführen und können dabei auf unsere Riesenerfahrung aus dem eigenen Maschinenbau bauen. Aber drehen, schleifen und fräsen machen wir nicht, dafür haben wir Zulieferer.«

Aber schon seit den 80er-Jahren baut IEF-Werner auch seine eigenen Steuerungen, deren Ziel eine einfache Programmierung ist. »Es handelt sich dabei um eine Positioniersteuerung mit SPS-Funktionen, aber keine normale SPS. Alles geht ganz einfach, innerhalb kurzer Zeit ist eine Achse in Betrieb«, freut sich Ulrich Moser. »Wir können bis zu 16 Achsen antreiben und konzentrieren uns heute auf Servos, denn die sind leiser und dynamischer.«

Digitale Angebote

Logisch – auch in der Digitalisierung sind die Furtwanger sehr aktiv. Software und Steuerung werden bei mechanischen Systemen immer wichtiger, gerade in puncto Sicherheitstechnik. Derzeit entstehen Lösungen, die zeigen, wenn und wo eine Linearachse gewartet werden muss.

Die Analyse basiert auf den Parametern Motorstrom, Weg, Beschleunigung, Kraft und Drehmoment. »Wir bewegen uns damit in Richtung Predictive Maintenance«, erzählt Ulrich Moser. Die Überwachung läuft dabei nicht über zusätzliche Sensoren, sondern über die physikalischen Werte.

Nach eingehender Forschung haben alle Beteiligten festgestellt, dass über Software und die vorhandene Sensorik ein ausreichendes Feedback kommt, getestet bei Kunden und Partnern. Erste Projekte haben gute Ergebnisse gebracht. So erweitert sich der Kosmos des Unternehmens um einen weiteren Planeten.

Von Michael Kleine

auf einen Blick

IEF-Werner baut seit 38 Jahren vor allem Komponenten für die Automatisierung, wie Lineartechnik, Verstelleinheiten, Drehtische oder Steuerungstechnik. Der langjährige Geschäftsführer Manfred Bär hat 2018 an Stefan Deck und Manfred Meyer übergeben. Die Fertigung ist am Standort Furtwangen mit 160 Mitarbeitern konzentriert. 2017 lag der Umsatz bei 25 Millionen Euro. Der Kernmarkt ist mit 90 Prozent des Umsatzes Europa, davon entfallen 60 Prozent auf Deutschland, aber IEF-Werner versorgt auch weltweit Kunden mit den passenden Systemen.

www.ief-werner.de

Erschienen in Ausgabe: Nr. 08 /2018